Erstmals in seiner Karriere war Alexander Zverev, die aktuelle Nummer vier der Welt, in Melbourne bei den Australian Open ins Achtelfinale eingezogen. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn gegen Milos Raonic kam der gebürtige Hamburger ordentlich unter die Räder. Daran änderte auch ein zertrümmerter Schläger nichts.


Mit Alexander Zverev ist nun auch der letzten deutsche Vertreter bei den Australian Open in Melbourne gescheitert. In der Nacht von Sonntag auf Montag traf der 21-Jährige auf den Kanadier Milos Raonic, bei den Australian Open an 16 gesetzt, und scheiterte nach einer enttäuschenden Vorstellung in drei Sätzen. Mit 1:6, 1:6 und 6:7 musste sich Zverev schließlich geschlagen geben.


"Als ich das Match angefangen habe, wusste ich, dass es ein schwerer Tag wird", so der Hamburger gegenüber dem NDR. "Es gibt solche Tage einfach, man hat es schon bei Angie (Kerber, Anm. der Redaktion) gesehen. In den ersten zwei Sätzen hatte ich keine Ahnung, wie man einen Tennisball überhaupt ins Feld spielt."


Tatsächlich war so gar nichts vom Überflieger des vergangenen Jahres zu sehen. Mit dem Break zu Beginn für ihn kam keinerlei Sicherheit ins Spiel, vielmehr musste er mitansehen, wie Raonic ihn ein ums andere Mal breakte, am Ende gewann Zverev kein einziges eigenes Aufschlagspiel. Der Frust bahnte sich zudem früh seinen Weg, was die Unkonzentriertheiten beim Youngster noch förderte.

Auch der zweite Satz verlief kaum besser, am Ende ließ Zverev seinem Frust freie Bahn und zertrümmerte einen Schläger. Danach lief es etwas besser, doch musste er dann beim Stand von 4:5 zwei Matchbälle von Raonic abwehren. Schließlich ging es in den Tiebreak, wo er bereits mit 4:2 führte, am Ende aber hatte der Kanadier das bessere Ende für sich.


"Dass ich in den Tiebreak gekommen bin, war wie ein Wunder. Ich glaube nicht, dass ich das Match trotzdem gewonnen hätte", räumte Zverev danach auch ein. Nach knapp zwei Stunden verwertete Raonic schließlich seinen vierten Matchball und zog ins Viertelfinale ein. Zverev hingegen muss auf sein zweites Viertelfinale bei einem Grand Slam weiterhin warten.