​Kein Grund zur Panik, trotzdem ärgerlich: ​Der VfL Wolfsburg hat den Rückrundenauftakt auf ​Schalke (1:2) verpatzt. Nach den erfolgreichen letzten Hinrundenwochen im Dezember, ist der Höhenflug des Tabellensechsten aus Niedersachsen vorübergehend gestoppt. 


Wolfsburgs Mittelfeldspieler Elvis Rexhbecaj ist mittlerweile eine Konstante im Wolfsburger Kader, dabei hatte ihm vor ein paar Jahren noch kaum jemand den Durchbruch in der Bundesliga zugetraut. Auf Schalke schoss Rexhbecaj sein erste Bundesligator, zum zwischenzeitlichen 1:1. Nach dem Spiel zog der 21-Jährige dennoch ein negatives Fazit: "Persönlich freue ich mich über das Tor, aber ich hätte lieber kein Tor gemacht und dafür die drei Punkte geholt, die machbar waren."


In der ersten Halbzeit überzeugte der VfL, hätte eigentlich in Führung gehen müssen, was aber den Schalkern (durch Daniel Caligiuris Elfmeter) gelang. Nach dem Rückstand steckte Wolfsburg nicht auf, kam immer wieder schwungvoll über eine der beiden Außenbahnen. Doch nach der Halbzeitpause war die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia plötzlich nicht mehr auf der Höhe - und agierte zunehmend passiv. 

Schmadtke: "Dann muss im Mittelfeld die Post abgehen"


Geschäftsführer Jörg Schmadtke hätte sich eine andere Marschroute, einen anderen Plan vorgestellt, er hätte sich in der zweiten Hälfte mehr Offensive gewünscht: "Dann muss im Mittelfeld die Post abgehen. Da müssen wir zielstrebiger und klarer werden in den Aktionen. In der zweiten Halbzeit haben wir das gar nicht mehr gemacht, da haben wir nur noch quer gespielt."


Wolfsburgs Führungsspieler Maximilian Arnold haderte ebenfalls mit der schwachen zweiten Halbzeit. "Niederlagen sind immer scheiße, und diese war besonders unnötig, denn wir hatten alles im Griff" und hätten "in der zweiten Halbzeit mehr Mut haben müssen", sagte der 24-Jährige. 


​Labbadia äußerte sich größtenteils positiv über das Spiel. Jedoch kritisierte er die "einfachen Ballverluste" nach der Pause, trotz dessen hätte man das 2:1 machen können. "Es ist total schade, dass wir verloren haben, weil wir mehr Möglichkeiten hatten", erklärte Labbadia. 


Die Wölfe bleiben dennoch auf einem hervorragenden Sechsten Platz - dank der Patzer der Verfolger hätte man aber einen sehr großen Schritt machen und sich in der Tabelle ein wenig absetzen können.