​Groß war die Freude, als der ​1. FC Köln am 17. November die Verpflichtung von Anthony Modeste bekanntgab. Der Angreifer war zurück und hatte sein Intermezzo in China hinter sich gelassen. Für den Zweitligisten ​spielen darf der 30-Jährige aber immer noch nicht. Wie Kölns Vizepräsident Toni Schumacher klarmachte, könnte es mittelfristig dabei bleiben. 


In der Saison 2016/2017 hatte Modeste 25 Bundesligatore für Köln erzielt, und damit die Domstädter in die Europa League geschossen. Köln stand Kopf. Der Liedermacher Ikke Hüftgold widmete dem Stürmer sogar einen Song. 2017 zog es Modeste nach China zu Tianjin Tianhai; ohne die Lebensversicherung stieg der Effzeh prompt in die ​zweite Bundesliga ab. 

Im vergangenen November war Kölns "verlorener Sohn" dann zurückgekehrt, und hatte einen Vertrag bis 2023 unterschrieben. Köln stand erneut Kopf, fast wie am Rosenmontag. Doch einen Pflichtspieleinsatz hat Modeste bisher noch nicht bestritten - die Lage ist verzwickt.


"Ja, stimmt, es kann passieren, dass Tony nicht für uns spielen darf", sagte Toni Schumacher gegenüber dem Express. Der Weltverband FIFA erklärte Modestes Vertragsauflösung bei Tianjin für ungültig. Der Franzose hatte sich über ausbleibende Gehaltszahlungen beschwert. Die FIFA entschied zwar, dass Tianjin eine Nachzahlung leisten müsse, trotzdem beharrte die FIFA auf ihrem Standpunkt, wonach Modeste "das Arbeitsverhältnis mit Tianjin Quanjian FC ohne triftigen Grund gekündigt hat".


Schumacher: "Die Situation tut mir für ihn leid"


Schumacher beklagt den aktuellen Stand: "Die Situation tut mir für ihn leid und ist mit gesundem Menschenverstand schwer nachvollziehbar. Dass sich die juristische Situation noch so verkompliziert, war in dieser Form nicht abzusehen." Der 1. FC Köln kann die Spielgenehmigung für Modeste erst anfordern, wenn die FIFA die Kündigung für ordnungsgemäß erklärt. So wie es aussieht, könnte Modeste erst ab Sommer für den Tabellenzweiten auflaufen, wenn bis zum Ende des Winter-Transferfensters am 31. Januar nicht alles geregelt ist. Danach sieht es jedoch nicht aus.