Peter Bosz

Neustart unter Bosz: Drei Erkenntnisse zum Rückrundenauftakt von Bayer Leverkusen

Neues Jahr, neues Glück - doch das erste Ergebnis unter Peter Bosz war für Bayer Leverkusen ein kleiner Rückschlag. Gegen Borussia Mönchengladbach setzte es eine 0:1-Niederlage.


Die Werkself zeigte sich dabei von ihrer neuen Seite, doch wie zu erwarten war, funktioniert noch nicht alles zu 100 Prozent. Die Mannschaft wird Zeit brauchen, um sich auf das aggressive Spiel unter Bosz einzustellen, doch die ersten Ansätze wirken vielversprechend.


Dementsprechend offenbarte der Trainer auf der Pressekonferenz im Anschluss an seine Rückkehr in die Bundesliga gemischte Gefühle. Einerseits ärgerte sich Bosz, andererseits strahlt er Zuversicht aus. Im Folgenden präsentieren wir drei Erkenntnisse, die der Trainer aus der gestrigen Partie mitgenommen hat.

1. Die ersten Züge sind zu erkennen

In den vergangenen zwei Wochen arbeitete Peter Bosz gemeinsam mit der Mannschaft an den Grundzügen der neuen Ausrichtung. Die Werkself spielt nun in einem 4-3-3 mit Charles Aranguiz als alleinigem 'Sechser' sowie Kai Havertz und Julian Brandt auf den offensiv ausgerichteten Halbpositionen.


"Wir  müssen in den kommenden Wochen an unserer Spielweise arbeiten, aber ich habe da Vertrauen. Wenn man die heutige Spielweise gesehen hat, muss man auch Vertrauen haben", äußerte sich der Niederländer auf der Pressekonferenz nach der Partie positiv gestimmt. 


Dennoch - der Feinschliff wird noch einige Zeit auf sich warten müssen. "Die Besetzung vor dem Tor ist nicht richtig, da hatten wir nur ein, zwei Leute. Da müssen mehr dazukommen", erklärt Bosz, der dennoch zufrieden war: "Die zweite Halbzeit haben wir richtig Druck bei Gladbach gemacht. Da war mehr drin, vielleicht hat auch Glück gefehlt, wie mit dem Pfostenschuss von Karim (Bellarabi). Trotzdem muss ich sagen, dass die Spieler hart gearbeitet haben, gekämpft haben und gezeigt haben, dass wir diesen Fußball auch spielen können."

2. Der Wille war vorhanden

22:7 Torschüsse für die Leverkusener, 128 abgespulte Kilometer und eine Zweikampfquote von 60 Prozent bei Ballbesitzanteilen von zwei Drittel. Eigentlich haben die Hausherren auf dem Papier alles richtig gemacht, doch Borussia Mönchengladbach hatte das Glück auf seiner Seite.


Dementsprechend wollte Bosz die Willensleistung seiner Spieler anerkennen. "Die zweite Halbzeit war schon viel besser, vielleicht, weil wir auch in Rückstand waren. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind", so der 55-Jährige, der schon bald wieder in der Bundesliga gewinnen will. 

3. Es mangelt an Kleinigkeiten

Insgesamt nannte Bosz drei Kritikpunkte, die er während des Spiels feststellen konnte: Zum einen bemängelte er die fehlende Präzision im entscheidenden Pass, zum anderen kritisierte er die Chancenverwertung sowie die oben bereits erwähnte Besetzung des gegnerischen Strafraums.


Schlussendlich war die Präzision im Abschluss der entscheidende Faktor für die Niededrlage. "Ich glaube, da war mehr drin heute", empfand Bosz. Die Entscheidung, Leon Bailey und Karim Bellarabi die Positionen tauschen zu lassen, wodurch Letzterer über rechts immer wieder gefährliche Bälle ins Zentrum schlug, entpuppte sich dabei als erster erfolgreicher Kniff des Niederländers. 


Dementsprechend optimistisch blickt er in die Zukunft. Mit dem VfL Wolfsburg und Bayern München warten allerdings zwei harte Brocken auf die Leverkusener, die unter Umständen damit rechnen müssen, erst im Pokalspiel gegen den FC Heidenheim als Sieger vom Platz zu gehen.

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