​Roman Bürki überragte beim 1:0-Sieg von ​Borussia Dortmund bei ​RB Leipzig einmal mehr und hatte am Erfolg einen sehr großen Anteil. Der Schweizer zeigt sich in dieser Saison in fantastischer Form und sagt selbst, dass er aus seinen Fehlern des Vorjahres gelernt hat.


Die vergangene Saison war nicht nur für Borussia Dortmund generell, sondern auch für Roman Bürki persönlich eine Spielzeit zum Vergessen. Der Torwart hatte immer wieder einige Unsicherheiten in seinem Spiel und leistete sich gerade in der ersten Saisonhälfte einen Patzer nach dem anderen. Sowohl Peter Bosz als auch Peter Stöger hielten zwar an Bürki fest, mit dem auslaufenden Vertrag von Ersatzmann Roman Weidenfeller verpflichtete der BVB im vergangenen Sommer aber ​Marwin Hitz vom ​FC Augsburg - einen Keeper mit Stammformat.


Die Ankunft seines Landsmannes, der nach Dortmund gekommen war, um die Nummer 1 zu werden, schien Bürki anzustacheln. Die laufende Saison ist für den 28-Jährigen die beste, die er bisher für die Borussen gespielt hat, seit er 2015 vom ​SC Freiburg ins Ruhrgebiet wechselte. Mit 74,2 Prozent abgewehrten Torschüssen ist er der drittbeste Keeper der Liga, für den kicker ist er nach Noten sogar der zweitbeste Spieler überhaupt - im Vorjahr war Bürki nur auf seiner Position nicht einmal in der Top 10.


Auch am vergangenen Samstag zeigte der neunmalige Schweizer Nationalspieler wieder eine überragende Leistung, verhinderte ein ums andere Mal den Ausgleich von RB Leipzig und war so Garant für den Auswärtssieg des BVB. Trainer Lucien Favre bescheinigte seinem Torwart eine "große Leistung" und auch Bürki selbst war zufrieden, "dass es am Schluss zum Sieg gereicht hat."

Eine bezeichnende Szene für den Unterschied zwischen der vorherigen und der aktuellen Saison trug sich in der 63. Minute zu: Roman Bürki rutschte weg und verlor den Ball an Timo Werner, der plötzlich eine riesen Chance zum Ausgleich hatte. Doch Dortmunds Schlussmann bereinigte seinen eigenen Fehler und verhinderte das 1:1. "Das wäre wahrscheinlich letzte Saison nicht so für mich ausgegangen", gab Bürki zu.


Warum es in dieser Saison besser läuft? "Ich habe mich entwickelt, habe aus meinen Fehlern gelernt. Wenn mir ein Fehler unterlaufen ist, dann wollte ich beweisen, dass ich es besser kann. Man soll die Aktionen nicht erzwingen, die kommen von alleine. Ich muss nicht immer den richtigen Pass finden, das ist auch nicht Aufgabe des Torhüters." Und so konnten die Dortmunder auch, oder vielleicht sogar vor allem, dank Bürki den Sechs-Punkte-Vorsprung auf den ​FC Bayern verteidigen.