Jüngst (wieder) aufgekommenen Gerüchten, denen zufolge Max Kruse seinen Abflug bei ​Werder Bremen plant, ist der Spieler gegenüber Mein Werder in aller Deutlichkeit entgegengetreten. "Ich habe nicht mit anderen Vereinen verhandelt und das habe ich in naher Zukunft auch nicht vor. Ich habe immer betont, dass ich mich hier sehr wohlfühle und das sportliche Ziel mit der Mannschaft über allem steht."


Na, hat er nun zugelegt oder hat er nicht?, fragen sich bisweilen die Kiebitze auf dem Trainingsgelände des SV Werder Bremen. Der Anlass ist immer derselbe: eine leichte Wölbung des Trikots über der Bauchgegend. Die Diskussionen über Max Kruses vermeintliches Übergewicht sind so alt, wie der Spieler Profi-Fußballer ist. Doch das eine oder andere Grämmchen oder Kilöchen zu viel hat ihn jebenfalls nicht davon abgehalten, in schöner Regelmäßigkeit abzuliefern. Auch nicht in dieser zur Hälfte abgelaufenen ​Saison 2018/2019: 17 Startelfeinsätze (von 17 möglichen!), in denen er 4 Tore erzielte und weitere 4 vorbereitet hat.

Eine starke Bilanz des Kapitäns. Der auch gleichzeitig als verlängerter Arm von Trainer Florian Kohfeldt fungiert. Der Coach gegenüber dem kicker: "Das Allerwichtigste ist für mich: Der Kapitän muss eine der größten Vertrauenspersonen des Trainers sein. Das ist Max, ohne Wenn und Aber." Lauter - vielleicht, aber deutlicher kann man seine Wertschätzung gegenüber einem seiner Spieler nicht formulieren. Warum also die Gerüchte?

Das liegt - ganz banal - an der vertraglichen Situation. Kruses Kontrakt läuft im kommenden Sommer aus. Es gibt, laut Sport Bild, eine Ausstiegsklausel in Höhe von zwölf Millionen Euro. Sollte dieselbe in dieser Winter-Transferperiode nicht mehr bedient werden, hat Werder nur noch zwei Möglichkeiten: mit dem Spieler über 2019 hinaus zu verlängern oder ihn ablösefrei ziehen zu lassen. So oder so sind derartige Konstellationen ein perfekter Nährboden für allerlei Gerüchte. Und die werden wohl auch, dem Statement des Spieler zum Trotz, bis mindestens zum 31. Januar nicht weniger werden. ​