​Endlich geht es mit Bundesliga-Fußball in der Rückrunde: Zum Auftakt empfängt die ​TSG 1899 Hoffenheim den ​FC Bayern München. Um die internationalen Plätze nicht aus den Augen zu verlieren, ist die Partie gegen den Rekordmeister äußerst wichtig.


In den letzten sechs Bundesligaspielen hat die TSG 1899 Hoffenheim sechs Punkte geholt, dabei immer Unentschieden gespielt. Nach 17 Partien habe die Kraichgauer erst vier Niederlagen hinnehmen müssen, allerdings schlagen die zahlreichen Unentschieden ins Kontor. Aktuell steht Hoffenheim mit 25 Zählern auf Rang Sieben, der Sechste Frankfurt (27) ist in Schlagdistanz. Jedoch muss die Mannschaft möglichst bald die Remis-Serie stoppen - am besten schon am Freitag gegen die Bayern.


Letzten zwei Gastspiele der Bayern gingen daneben


Blickt man auf die letzten Gastspiele der Bayern in Sinsheim, scheinen die Chancen auf eine Überraschung gar nicht einmal so gering zu sein. Im letzten Aufeinandertreffen in der PreZero-Arena im September 2017 behielt Hoffenheim mit 2:0 die Oberhand, im April desselben Jahres gewann Hoffenheim (1:0) ebenfalls.

Ermin Bicakcic

Wegen einer Erkältung nicht einsatzfähig: Innenverteidiger Ermin Bicakcic


Die zuletzt angeschlagenen Vogt, Demirbay und Nelson stehen Trainer Julian Nagelsmann wohl allesamt zur Verfügung, als einzige Stammkraft muss Ermin Bicakcic wegen einer Erkältung pausieren. Auch Harvard Nordveit kann aufgrund eines fiebrigen Infekts nicht auflaufen. 


Im Tor gibt es keine Überraschung: Oliver Baumann ist unumstritten. Gegen Bayern München trifft Baumann auf sein Schreckgespenst Robert Lewandowski. Der Pole traf gegen Baumann bereits 14 Mal, mehr als gegen jeden anderen Schlussmann. 


In den letzten Monaten hat sich bei der TSG die Dreierkette bewährt. Auch gegen die Bayern wird sie voraussichtlich erneut zum Einsatz kommen, bestehend aus Kasim Adams, Kevin Vogt und Benjamin Hübner. Mit erst 22 Gegentoren war die Defensive meist nicht das Problem der Hoffenheimer.


3-5-2 oder 3-4-3 ist realistisch

Im Mittelfeld wird Nagelsmann wohl mit fünf Profis spielen lassen. Ob der zuletzt angeschlagene Kerem Demirbay von Beginn an auf dem Feld stehen wird, ist noch unklar. Sollte der Stratege zunächst auf der Bank bleiben, wäre auch ein 3-4-3 vorstellbar. Jedenfalls werden Kaderabek und Nico Schulz die beiden Außenpositionen beackern. Nadiem Amiri scheint nach seinem Ermüdungsbruch wohl auf zu sein, und wird wahrscheinlich im offensiven Zentrum wirbeln können. Etwas zurückgezogen setzt Nagelsmann auf Florian Grillitsch und womöglich auf Demirbay, der zuletzt in bestechender Form war. Leonardo Bittencourt oder Dennis Geiger wären Alternativen. 

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In Top-Form: Hoffenheims Stürmer Andrej Kramaric


Im Angriff wird Nagelsmann nicht an Andrej Kramaric vorbeikommen. In dieser Saison hat der Kroate schon elf Pflichtspieltore geschossen, vor allem im November und Dezember zeigte sich der 27-Jährige torgefährlich. Neben Kramaric hat im internen Konkurrenzkampf um die Startplätze Joelinton derzeit die Nase vorne. Der 22-Jährige ist ein robuster Stürmer, der immer besser damit wird, den Ball abzuschirmen und Zweikämpfe zu gewinnen. Mit acht Pflichtspieltoren und sieben Vorlagen hat er seinen Namen auch unerwartet häufig in die Statistikbücher geschrieben. Adam Szalai oder Ishak Belfodil sind weitere Optionen als zweite Spitze.


Die mögliche Startelf im Überblick: