Beim ​1. FC Nürnberg ist Aufbruchstimmung aktuell ein Fremdwort, wenn man sich die Berichte aus dem Trainingslager in Spanien anschaut. Vielmehr steht FCN-Coach Michael Köllner in der Kritik, denn viele Unstimmigkeiten machten sich in Benahavis breit. Nun verteidigt Nürnbergs Manager Andreas Bornemann den Trainer.


Das Trainingslager der Cluberer war alles andere als zufriedenstellend. Anstatt für eine positive Aufbruchstimmung für den anstehenden Abstiegskampf zu sorgen, gab es viel Kritik für den Trainer. Die Testspiele gegen PEC Zwolle (1:1) und Royal Excel Mouscron (1:2) waren mäßig bis schlecht, die Trainingseinheiten waren teilweise konfus. Es wurden Dinge einstudiert, wie ein System mit zwei Stürmern, was aber in der Bundesliga erstmal noch nicht angewendet werden soll.


Daher gerät Michael Köllner immer mehr ins Kreuzfeuer. Nun aber bekommt der Coach Rückendeckung von seinem Manager. Andreas Bornemann steht voll zu Köllner und erklärt in der Bild: „Ich sehe in seiner Arbeit keinerlei Veränderung. Das, was vor einem halben Jahr alles noch richtig war, kann doch jetzt nicht plötzlich falsch sein. Nun über ihn zu diskutieren, führt zu einem völlig falschen Thema.“

Auch das Training in Spanien verteidigt der Manager. „Es hat elf bis zwölf Einheiten gegeben, bei denen allesamt ordentlich gearbeitet wurde.“ Das Problem ist lediglich, dass Bornemann gar nicht bei allen Einheiten anwesend war. Jedoch ist es löblich, dass sich der Verein so dermaßen vor seinen Trainer stellt und diesen nicht zum Abschuss freigibt.


Köllner hadert indes noch, ob Verstärkungen nicht doch das Richtige seien, um neue Impulse zu setzen. Wiegelte er zuvor noch ab, keine Neuzugänge haben zu wollen, klingt das inzwischen etwas anders. Zuvor erklärte er zu möglichen Transfers noch: „Das ist einfach unrealistisch. Das würde mich zu viel Energie kosten. Ich muss meine Energie in die Mannschaft reinstecken.“ Nach dem Spiel gegen Mouscron sagte er jedoch: „Ich muss halt schauen, dass ich mit denen trotzdem so viele Punkte hole wie möglich – wie immer das auch funktionieren soll...“ Vielleicht wären ​zwei bis drei Neue keine schlechte Idee, um neuen Schwung reinzubringen.


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