​Vor gut einem Monat musste José Mourinho bei Manchester United seine Segel streichen. Dass 'The Special One' irgendwann wieder auf die Trainerbank zurückkehren wird, scheint allerdings nur eine Frage der Zeit. Er selbst lässt seine Zukunft offen, liebäugelt jedoch mit einer Rückkehr zu Real Madrid


In den vergangenen Jahren verlief es für José Mourinho auf der Trainerbank wie nach einem bestimmten Muster. Zunächst startet der Portugiese erfolgreich und feiert am Ende einer Saison nicht selten mindestens einen Titel, doch die dritte Saison bedeutet sein Ende. So geschah es nicht nur bei Manchester United und nicht nur zwei Mal beim FC Chelsea - sondern auch bei Real Madrid.


Die Königlichen führte er drei Mal ins Champions-League-Halbfinale, sicherte sich am Ende der Saison 2011/12 den Titel in der Primera Division und wurde 2011 zum Welttrainer des Jahres gekürt. Doch wie schon in Manchester, wo er sich mit Mittelfeldspieler Paul Pogba verwarf, verlief auch sein Abschied aus Madrid nicht ohne Störgeräusche.


So äußerte Torwart-Legende Iker Casillas deutliche Kritik an Mourinho. Unter dem Portugiesen seien die Duelle im 'Clasico' gegen den FC Barcelona von tiefem Hass geprägt gewesen: "Das war wahnsinnig, die Stimmung war unglaublich angespannt. Da kam ein Madridismo zum Vorschein, der mir nie gefallen hat. Es schien so, als wäre ein Krieg zwischen Katalonien und Spanien ausgebrochen", so der 37-Jährige laut ​Real Total

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  Bringt sich selbst als möglicher neuer Trainer bei Real Madrid ins Spiel: José Mourinho


Doch auch, dass Casillas letztlich zur Nummer zwei degradiert wurde, sorgte für Aufsehen. Umso verwunderlicher ist es, dass immer wieder Gerüchte über eine vermeintliche Rückkehr nach Madrid aufkeimen, welche der 55-Jährige gegenüber dem portugiesischen TV-Sender Correio da Manha selbst befeuerte: "Wenn ein Trainer oder Spieler zurückkommt, bedeutet das, dass er etwas Positives getan hat. Wenn ein Profi zurückkehrt oder ihm angeboten wird, in einen Klub zurückzukehren, ist dies eine Riesenehre" (via Goal).


Im weiteren Verlauf scheute er sich nicht vor Eigenlob: Dass Vereine immer wieder versuchen würden, bereits bekannte Gesichter zu verpflichten, liege "daran, dass sie den Wert dieser Person kennen." 


Rein statistisch betrachtet erlebte Mourinho in Madrid seine erfolgreichste Zeit. Bei 178 Pflichtspielen erreichte er einen Durchschnitt von 2,3 Punkten pro Partie. Unter seiner Ägide verloren die Königlichen bei 127 Siegen und 28 Unentschieden lediglich 23 Mal. Wenn es intern jedoch brodelt, nützen auch reine Ergebnisse nur noch wenig.