​Bei Hannover 96 hängt der Haussegen derzeit wieder einmal schief. Nach der schwachen Hinrunde fordert Trainer ​Andre Breitenreiter weitere Verstärkungen. Manager ​Horst Heldt stand seinem Coach dabei zuletzt zur Seite und legte sich so auch mit Martin Kind an. Ein Treffen des Klub-Chefs mit Dietmar Beiersdorfer im Dezember heizt daher die Gerüchteküche bei den Niedersachsen weiter an.


Da der 96-Boss ein Mann der klaren Worte ist, machte er gegenüber der BILD nun auch keinen großen Hehl daraus, dass er sich mit dem ehemaligen Funktionär des Hamburger SV getroffen hat. Dabei unterstrich der 74-Jährige jedoch vehement, dass es dabei nicht um konkrete Gespräche über eine Nachfolge von Horst Heldt im Amt des Managers der Niedersachsen gegangen sei.

Horst Heldt

Horst Heldt ist bei Hannover 96 nach der schwachen Hinrunde nicht mehr unumstritten



"Es ging nicht um Sportdirektor oder so. Mit Horst Heldt hatte das nichts zu tun. Wir kennen uns schon lange, es war ein netter, kurzer Gedankenaustausch. Das können sie vergessen", so der erfolgreiche Geschäftsmann. Das Treffen der beiden alten Weggefährten dürfte aber dennoch nicht ganz ohne Hintergedanken abgelaufen sein. Das öffentliche Statement von Kind dürfte dabei die ohnehin angespannte Stimmung beim Tabellenvorletzten mit Sicherheit nicht aufgelockert haben.


Beiersdorfer ist nunmehr seit über zwei Jahren ohne einen Verein. Zuvor hatte der 55-Jährige beim HSV einige turbulente Jahre erlebt. Eine Rückkehr in die Bundesliga hätte für den gebürtigen Franken mit Sicherheit seinen Reiz, auch wenn er sich zweimal überlegen dürfte, ob ein Engagement in Hannover seine Karriere wieder in Schwung bringen könnte.

Dietmar Beiersdorfer

Dietmar Beiersdorfer ist in der Bundesliga noch immer gut vernetzt



Da der erfahrene Funktionär aktuell aber ohnehin offiziell kein Thema ist, versucht auch Kind den Fokus wieder aufs Sportliche zu legen. Dabei betonte er im Gespräch mit der BILD erneut, dass er weiteren Transfers im Winter skeptisch gegenübersteht. "Wir haben zwei Neue geholt, um dann festzustellen: Wir schaffen es nicht – das macht keinen Sinn. Erst hieß es, zwei Neue reichen zum Klassenerhalt. Jetzt noch mal plus drei – das ist sehr mutig", so der mächtigste Mann der Hannoveraner. Lediglich die Verpflichtung eines weiteren Stürmers könne er sich daher aktuell vorstellen.