Schon seit einigen Tagen laboriert Dortmund-Kapitän Marco Reus an Magenproblemen, die ihn von der Teilnahme an der Vorbereitung des BVB hindern. Nachdem der 29-jährige Anführer der Borussen schon für das Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam ausfiel, ist auch der Einsatz beim Rückrundenstart gegen RB Leipzig fraglich. 


Bisher kann sich Dortmunds Nationalspieler Marco Reus wirklich nicht beklagen. Zum ersten Mal seit langem absolviert der Bundesliga-Star eine Saison, die nicht von Verletzungssorgen gezeichnet ist. In jeder der 17 Hinrunden-Spiele konnte der Borussen-Anführer seine Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen. Was das für den ​BVB bedeutete zeigen die Zahlen: Auch dank Reus' elf Toren und sieben Vorlagen stehen die Dortmunder nach der Hinserie mit 42 Punkten auf Platz eins der Tabelle. Auch die Liga-Kollegen des deutschen Nationalspielers wussten die Leistung anzuerkennen und ​wählten den einstigen Pechvogel zum besten Spieler der ersten Saisonhälfte

Marco Reus

Am 4. Januar absolvierte Reus sein bisher letztes Mannschaftstraining



Die Rückrunde will Dortmund nun genauso erfolgreich gestalten, schon beim Auftakt gegen Europa-Aspirant RB Leipzig wollen die jungen Borussen ​Zweifler wie Felix Magath verstummen lassen. Erstmals in der aktuellen Saison bereitet nun aber Kapitän Reus Fans und Verantwortlichen Sorgen. Denn der 29-Jährige leidet seit seiner letzten Trainingseinheit vor gut einer Woche an Magenproblemen, hat sich laut Informationen der BILD beim Urlaub in Dubai einen Virus eingefangen. Dem Bericht zufolge wurde im Trainingslager des BVB nun auch ein Bluttest gemacht, dessen Ergebnis jedoch noch aussteht. 

Der Mittelfeld-Virtuose ist nun immerhin soweit genesen, dass ein Lauftraining schon am heutigen Samstag möglich ist. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining, geschweigen denn den Spielbetrieb, ist bisher jedoch noch nicht terminiert. Für Dortmund-Coach Lucien Favre und seinen Trainerstab keine Kleinigkeit, würde doch ein Ausfall des Kapitäns beim Rückrunden-Auftakt gegen RB Leipzig am nächsten Wochenende (Sa. 19.01., 18.30 Uhr) ein großes Loch in der Startelf des aktuellen Bundesliga-Tabellenführers reißen. Eine Notlösung wäre in jedem Fall ein Kompromiss. 

Mario Goetze

Mario Götze wäre der nominell logische Ersatz auf der Spielmacher-Position



Denn musste der Schweizer BVB-Trainer schon am gestrigen Nachmittag eingehen. Im Testspiel gegen den Niederländischen Tabellendritten Feyenoord Rotterdam zeigte Schwarz-Gelb mit einem 2:1-Sieg schon mal, wie es auch gegen Leipzig gehen könnte. In einer im Vergleich zu den Bundesliga-Auftritten stark veränderten Aufstellung konnte die Borussia offensiv die Ausfälle von Reus und Super-Joker Paco Alcácer einigermaßen kompensieren. Mario Götze, in Favres System bislang vornehmlich als intelligenter Räume-Reißer im Dortmunder Sturm eingesetzt, nahm sich der nominell vom Kapitän besetzten Zehnerposition an. Das ließ in Abwesenheit Alcácers in der Spitze Platz für Maximilian Philipp, der sich mit seinem dritten Tor in den letzten zwei Tests weiter für Einsatzzeiten empfahl.


Lucien Favre wird auch in der zweiten Saisonhälfte nicht von seinem bewährten 4-2-3-1-System abrücken wollen. In diesem wird bei Ausfall von Superstar Reus wohl auch gegen Leipzig Götze die vakante Position im zentralen offensiven Mittelfeld bekleiden. Die Borussia wird aber selbstverständlich bis zur letzten Minute auf eine Genesung ihres Kapitäns und Anführers hoffe - Ganz ausgeschlossen ist eine Rückkehr beim Duell gegen Leipzig nicht.