​Der ​FC Bayern München präsentierte im Sommer 2017 ​Hasan Salihamidzic als neuen Sportdirektor. Der ehemalige Bayern-Profi musste sich lange Zeit den Vorwurf gefallen lassen, dass er hinter Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß nur die zweite Geige spielt. Seit geraumer Zeit tritt der 42-Jährige allerdings immer mehr aus dem Schatten der Klubbosse hervor.


In seiner ersten Saison als Sportdirektor beim deutschen Rekordmeister hielt sich Salihamidzic in der Öffentlichkeit meist zurück und überließ Hoeneß und Rummenigge das Feld. Letztgenannter soll Brazzo nahegelegt haben, sich "über öffentliche Auftritte zu profilieren". Den Rat des Vorstandsvorsitzenden hat sich der 42-Jährige offenbar zu Herzen genommen. Salihamidzic zeigte in den letzten Wochen bei vielen Themen klare Kante und ließ mit so manchen Aussagen aufhorchen.


In einem Interview mit der Welt am Sonntag erklärte der Sportchef unter anderem, dass er in seiner "bisherigen Arbeit wahrscheinlich mehr bewegt habe" als seine Vorgänger in ihrer gesamten Amtszeit. In der aktuellen Transferperiode wurde auch deutlich, dass der Ex-Bayern-Profi in Sachen Transfers deutlich mehr Verantwortung übernommen hat. Der 42-Jährige verkündete nicht nur die Verpflichtung von ​Stuttgarts Benjamin Pavard zur neuen Saison, sondern äußerte sich auch öffentlich zu den weiteren Transferzielen des FC Bayern. 

Callum Hudson-Odoi

Soll sich mit dem FC Bayern über einen Wechsel einig sein: Callum Hudson-Odoi


Im ​Trainingslager in Doha/Katar betonte Salihamidzic, dass man ​Chelsea-Talent Callum Hudson-Odoi "unbedingt verpflichten" will. Der Bosnier ließ zudem verlauten, dass man sich an der Säbener Straße auch mit Lucas Hernandez und ​Adrien Rabiot beschäftigt. Beide Profis seien "interessante Spieler". Manche mögen es durchaus als unklug erachten, die Transferpläne in der Öffentlichkeit auszubreiten. 


Salihamidzic unterstreicht damit allerdings auch, dass in den kommenden Monaten auf dem Transfermarkt mit dem FC Bayern gerechnet werden muss. Die Münchner scheinen ihre Ankündigung von einer großen Transferoffensive wahr zu machen. Der Sportdirektor spielt dabei offenbar eine sehr gewichtige Rolle.