​Zwar konnte ​Hertha BSC den Zweitligisten ​Arminia Bielefeld in einem Testspiel am vergangenen Mittwoch klar mit 4:1 besiegen, Trainer Pal Dardai war aber dennoch nicht zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. Vor allem die Mittelfeldspieler bekamen es ab.


"Mit der Endphase bin ich zufrieden, mit dem Rest des Spiels nicht so sehr", erklärte Pal Dardai auf der Homepage der Berliner nach dem Testspiel gegen Bielefeld. Seine Mannschaft war durch ​Vedad Ibisevic mit einer knappen Pausenführung in die Kabine gegangen, Christopher Nöthe glich diese per Elfmeter im zweiten Durchgang aber aus. Erst in der Schlussphase wachte der Bundesligist auf, kam durch Tore von Pascal Köpke, Muhammed Kiprit und Davie Selke noch zum klaren Erfolg.


Was Dardai vor allem die Laune vermieste, war der Auftritt seines zentralen Mittelfeldes. Dort starteten mit Ondrej Duda und Arne Maier zwei Überflieger aus der Hinrunde, dazu kam Vladimir Darida. "Was Arne, Ondrej und Vladimir da gezeigt haben, war gar nichts. Da stimmte nichts, da lief alles falsch. Überhaupt, Vladimir, er hat anderthalb Jahre nicht gezeigt, was er kann. Er soll endlich seine Leistung abrufen", machte der Ungar laut Bild seinem Ärger Luft.


"Wir hatten im Zentrum viel zu viele Abspielfehler und Ballverluste, das hat Bielefeld viele Umschaltmomente gegeben und für Gefahr gesorgt. Auch die Zweikampf-Führung war viel zu dünn", erkläre Dardai. Deshalb die deutliche Ansage: "Jetzt gibt es mächtig Druck und Feuer im Training." Schon am Montag soll der Coach seine Mittelfeldspieler laut Bild vor versammelter Mannschaft gemaßregelt haben.


Dardai möchte damit wohl vor allem vermeiden, dass in seiner Mannschaft nach der guten Hinrunde eine zu große Zufriedenheit aufkommt und der Rückrundenstart beim ​1. FC Nürnberg daneben geht. Ob seine Aussage zu Beginn des Jahres, dass er mit erneut 24 Punkten in der Rückrunde zufrieden sei, dabei so hilfreich war, ist fraglich. Für Europa würde dies jedenfalls eher nicht reichen.