In den letzten Wochen, eher Monaten, ist Lewis Holtby (28) vermehrt in die Kritik geraten - nicht nur bei den Fans. Sein unwirsches Verlassen des Platzes bei seiner Auswechslung in Duisburg rief auch Trainer Hannes Wolf auf den Plan, der seinen Spieler davor warnte, solche Aktionen öfter zu bringen. Jetzt hat sich der Mittelfeldspieler per Instagram-Post gemeldet. Die Message ist jedoch nicht ganz klar.


Nein, ein absoluter Gewinner der Hinrunde war Lewis Holtby nicht beim ​HSV. Eher einer der Verlierer. Zwar beurteilt das Fachblatt kicker seine bisherige Bilanz (drei Treffer, zwei Assists) noch recht wohlwollend, spricht davon, dass "diese Quote für den 28-Jährigen" spreche, doch erscheint die Ausbeute angesichts seines Potenzials eher mickrig. Viel zu viele Spiele während der vergangenen Hinrunde tauchte der Ex-Nationalspieler geradezu ab. Gewann weder defensive Zweikämpfe, noch offensive. Setzte kaum Akzente, wirkte bisweilen lustlos. Der Kulminationspunkt dann an der Wedau, wo er erneut nicht weiter auffiel. Bis zu seiner Auswechslung.


Mit Gideon Jung kehrt ein langzeitverletzter Spieler zurück in den Kader und vergrößert die Optionen für den Trainer. Auch Holtbys Position könnte schon bald erheblich wackeln, denn Jung ist sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar.

Nun "äußerte" sich Holtby selbst, via Instagram-Botschaft, zu seiner Situation. Wenn auch reichlich lapidar und beinahe schon kryptisch: "Totgeglaubte leben länger. I no care". 


Also: Ist mir egal. Was genau? Dass er mittlerweile an Boden innerhalb des Kaders verliert? Wäre dem so, würde es nicht unbedingt für seine Professionalität sprechen. Da der Autor dieses Artikels auch schon einen ganz anderen Holtby gesehen hat, vornehmlich im Schluss-Spurt der vergangenen ​Bundesliga-Saison, könnte es aber auch bedeuten: Was andere über mich reden oder schreiben ist mir egal - ich werde es allen zeigen. 


So oder so wird man den quirligen Mittelfeld-Akteur in den nächsten Wochen genauer unter die Lupe nehmen. Sein Vertrag, den er medienwirksam im vergangenen Sommer um ein Jahr verlängert hatte, läuft im Sommer aus. Was danach kommt, weiß, Stand heute, keiner. Egal sollte es aber weder dem Spieler noch dem Verein sein.