Heute hat sich der HSV-Tross auf den Weg ins Wintertrainingslager nach La Manga (Spanien) gemacht. Mit dabei: die beiden A-Jugend-Talente Aaron Opoku (19) und Patric Pfeiffer (19). Mit Arianit Ferati (21) und Moritz-Broni Kwarteng (20) wurden hingegen zwei andere Talente in Hamburg gelassen, nachdem sie von Trainer Hannes Wolf darüber informiert worden waren, dass sie beim Zweitliga-Tabellenführer keine sportlichen Perspektiven mehr haben. Doch Ersatz scheint schon in Sicht.


Wie das Hamburger Abendblatt erfahren haben will, sollen Philipp Klement (26, SC Paderborn) und David Kinsombi (23, Holstein Kiel) die Auserwählten sein. Für die aktuelle Winter-Transferperiode sind beide noch kein Thema, aber im Sommer will Sport-Chef Ralf Becker (48) in dieser Doppel-Personalie Nägel mit Köpfen machen.


Vor allem der Deutsch-Kameruner David Kinsombi dürfte den ​HSV-Fans noch in unangenehmer Erinnerung sein, wirbelte er beim letzten Liga-Auftritt der Rothosen deren Abwehr doch ganz gehörig durcheinander. Zwei Tore steuerte er selbst bei, bei unzähligen weiteren Offensiv-Aktionen der Störche war er maßgeblich beteiligt. Becker kennt den in Rüdesheim geborenen Kinsombi noch gut aus seiner Zeit bei Holstein Kiel. Er lotste den Mittelfeldspieler 2017 von Karlsruhe nach Kiel.

Philipp Klement

Klement (re.) ist einer der besten Spieler im Unterhaus


Nicht ganz so spektakulär war Philipp Klements Auftritt im Hamburger Volkspark Anfang Dezember. Dennoch spielte er, ebenso wie sein Kieler Kollege, eine bockstarke Hinrunde. Resultat: beide landeten in der kicker-Rangliste für Liga Zwei, Mittelfeld offensiv, in der Kategorie "Herausragend". Klement wurde von den Redakteuren des Fachblatts sogar auf Platz eins gehievt. Kinsombi verpasste nur knapp das Podium und wurde Vierter. 


Sollten sich beide Transfers realisieren, hätten die HSV-Macher einen guten Job gemacht. Der neuen Maxime des Klubs folgend, junge, talentierte und somit noch entwicklungsfähige Spieler nach Hamburg zu holen. Und angesichts der finanziellen Konstellation beider Klubs, die nicht unbedingt zu den "Big shots" der Liga zählen, sollte auch das finanzielle Risiko überschaubar bleiben. Klements Vertrag bei den Ostwestfalen läuft noch bis Juni 2020. Dieser kommende Sommer wäre also für den SC Paderborn die letzte Möglichkeit, noch eine Ablöse zu generieren. 


Ein Jahr länger (bis 2021) ist Kinsombi noch vertraglich gebunden. In beiden Fällen könnte also ab Mai ordentlich Fahrt in die Verhandlungen zwischen den drei Klubs kommen.