​Der ​VfB Stuttgart legte eine schwache erste Saisonhälfte hin und ​überwintert auf dem Relegationsplatz. Insbesondere die Offensive rund um Torjäger ​Mario Gomez wusste bislang überhaupt noch nicht zu überzeugen. Der Routinier blickt dennoch hoffnungsvoll auf die Rückrunde und zeigte sich demonstrativ tiefenentspannt.


Eigentlich sollte man annehmen, dass der ehemalige deutsche Nationalspieler derzeit nicht gerade zu Scherzen aufgelegt ist, schließlich verlief die Hinrunde auch aus seiner persönlichen Sicht nicht gerade traumhaft. So war der 33-Jährige mit fünf Treffern zwar der gefährlichste Angreifer der Stuttgarter, angesichts seiner prominenten Stellung in der Sturmspitze und den schwachen Leistungen seiner Teamkollegen, war dies jedoch auch kein großes Kunststück. Mit gerade einmal zwölf erzielten Treffern stellen die Schwaben schließlich die harmloseste Offensive aller 18 Bundesligisten.

Mario Gomez

In der Hinrunde ließ Mario Gomez einige Großchancen ungenutzt liegen


Gegenüber der BILD meldete sich der gebürtige Riedlinger nun aus dem Trainingslager in La Manga zu Wort. "Ich bin weitaus optimistischer als viele andere, was mein eigenes Vermögen angeht. Ich denke, dass ich zu Gleichem fähig bin wie in der vergangenen Rückrunde", so der selbstbewusste Mittelstürmer. Dabei erinnerte er daran, dass ihm vor seiner Rückkehr ins Ländle zur Winterpause in der Vorsaison zuvor nur ein einziger Treffer für seinen Ex-Klub VfL Wolfsburg gelungen war. Es folgten acht Treffer für den VfB und ein Siegeszug durch die Liga. "Das heißt, dass ich eigentlich fünf Mal so gut bin wie letzte Saison – also freut euch auf die Rückrunde", so der spitzbübische Angreifer.


Doch der Stürmer glaubt nicht nur an seinen persönlichen Aufschwung, sondern ist auch weiterhin von den Qualitäten seiner Teamkollegen überzeugt. "Ich bin zu 1000 Prozent davon überzeugt, dass wir nicht absteigen", so der Routinier. Mit einem möglichen Abschied und der Frage, ob er dem VfB auch in diesem Falle treu bleiben würde, wolle er sich daher gar nicht erst beschäftigen. "Nicht, weil ich die Augen vor etwas Unangenehmen verschließe. Sondern, weil ich ein positiv denkender Mensch bin", so Gomez.

Mario Gomez

Mario Gomez lässt sich nicht unterkriegen


Hoffnung macht dem Altmeister, dass der VfB trotz einer Hinrunde "mit vielen Problemen" und lediglich 14 Punkte auf der Habenseite "weiter völlig im Rennen" sei. "Es müsste schon mit dem Teufel zu gehen, wenn es in der Rückrunde so unglücklich läuft wie in der Hinrunde", so der ehemalige Bayern-Angreifer, der in den letzten Jahren bereits viele Erfahrungen im Abstiegskampf sammeln konnte und sich für die Rückrunde eine Menge vorgenommen hat.