​Am Freitag kündigte Tennisprofi Andy Murray auf einer emotionalen Pressekonferenz, für viele Fans völlig überraschend, sein Karriereende an. Grund für den Abschied aus dem Profisport ist eine hartnäckige Verletzung.


Am kommenden Montag startet mit den Australien Open das erste Grand-Slam-Turnier in dieser Saison. Der 31-Jährige wird dabei zwar zu seiner Erstrundenpartie antreten, unter Umständen wird es sich dabei jedoch um das letzte Spiel in seiner aktiven Karriere handeln. 


Unter Tränen musste der Brite nämlich auf der Pressekonferenz enttäuscht festhalten, dass sein Körper den Belastungen im Profisport nicht mehr gewachsen ist.

"Ich bin nicht sicher, ob ich noch vier oder fünf Monate unter Schmerzen spielen kann. Ich möchte es bis Wimbledon schaffen und dann aufhören, aber ich bin nicht sicher, ob ich das machen werde. Die Schmerzen sind wirklich zu stark. So will ich nicht weiterspielen", wird der Brite von der Welt zitiert. 


Bereits vor einem Jahr musste der aktuell in der Weltrangliste bis auf den 230. Rang abgerutschte Schotte eine Hüftoperation über sich ergehen lassen. Seitdem hat sich sein Zustand aber noch immer nicht ausreichend verbessert und daher erwägt der 1,90-Meter-Schlaks einen erneuten Gang unters Messer. "Ich habe alles versucht, damit es meiner Hüfte besser geht. Es hat nicht viel geholfen. Auch wenn ich mich besser fühle als noch vor einem halben Jahr, habe ich noch immer starke Schmerzen", so Murray.

Im letzten Jahrzehnt hatte der gebürtige Glasgower den Tennissport auf der Insel wieder populär gemacht. Spätestens durch seine beiden Siege in ​Wimbledon (2013 und 2016) hat sich der ehrgeizige Profi in seinem Vaterland längst unsterblich gemacht. Sein vorzeitiges Karriereende ist daher nicht nur für Großbritannien, sondern für die gesamte Tenniswelt ein Schlag ins Kontor.