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Im Visier des FC Bayern: 6 Fakten, die du über Adrien Rabiot wissen musst

Dass Adrien Rabiot Paris St. Germain nach neun Jahren im Sommer verlassen wird, galt schon lange als offenes Geheimnis. Ebenso deutlich schien es eigentlich, dass sich der 23-Jährige dann dem FC Barcelona anschließen würde - doch plötzlich funkt der FC Bayern München  dazwischen, und auch Juventus Turin soll ein Auge auf den sechsfachen Nationalspieler geworfen haben.


Der Rekordmeister erwäge dabei einen Transfer in diesem Monat. Daher stellt sich die Frage, ob die vermeintliche Einigung zwischen Rabiot und Barça tatsächlich erfolgte, oder ob der sich anbahnende Transfer von Frenkie de Jong eine Absage an den eigentlichen Wunschspieler ist?


Eine Verpflichtung von Rabiot würde wohl gleichzeitig das endgültige Aus von Javi Martinez erfolgen, da sonst die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld wieder zu groß wäre. Im Folgenden wollen wir den Spieler etwas genauer vorstellen und präsentieren daher sechs Fakten, die Ihr über Adrien Rabiot wissen müsst.

1. Position und Stärken

Adrien Rabiot ist im zentralen Mittelfeld zuhause und kann dabei sowohl als Sechser als auch als Achter agieren. Zu seinen größten Stärken zählt seine technische Finesse, sein Ballgefühl und sein Auge für den richtigen Pass.


So setzte Rabiot vor seiner Ausbootung Kylian Mbappé und Neymar immer wieder entscheidend in Szene. Dabei ist er jemand, der selbst gerne einmal bis zum Strafraum vorstößt und sich an einen Abschluss wagt.


Aufgrund seiner Körpergröße von 1,91 Metern ist er zudem kopfballstark und durchaus robust. Rabiot scheut sich vor keinem Zweikampf, kann daher auch als Abräumer fungieren und wird immer wieder als Hybrid aus Thiago Motta und Marco Verratti bezeichnet. 

2. Werdegang im Nachwuchsbereich

Rabiot, am 03. April 1995 in Saint-Maurice geboren, spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Fußball. Bevor er 2010 bei PSG landete, spielte er nicht nur insgesamt drei Mal für US Créteil, sondern neben dem FC Pau und UJA Alfortville auch für Manchester City. Das Engagement in England hielt jedoch nicht lange, weshalb bereits nach einem halben Jahr die Rückkehr in seine französische Heimat erfolgen sollte.


Bei der Nationalmannschaft debütierte der 23-Jährige in der U16 und durchlief seitdem alle Stationen. Unter Didier Deschamps kommt er allerdings nur selten zum Einsatz.

3. Durchbruch bei Paris St. Germain

Ex-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti war der Mann, der Adrien Rabiot erstmals für ein Pflichtspiel der ersten Mannschaft nominierte. Unter dem Italiener debütierte er beim 0:0 gegen Girondins Bordeaux am 26. August 2012 in der Ligue 1, am 06. November des selben Jahres erfolgte die Premiere in der Champions League (4:0 über Dinamo Zagreb).


Damit sollte der Durchbruch noch lange nicht geschafft sein. In der Rückrunde der Saison 2012/13 wurde er an den FC Toulouse verliehen. Nach der Rückkehr spielte er unter Laurent Blanc nicht allzu häufig, weshalb ein Wechsel zu Arsenal London im Raum stand. Doch aufgrund seines im November 2014 verlängerten Vertrages musste er bleiben - und gehörte ab der Saison 2015/16 endgültig zu den Stammspielern.


Bislang sammelte Rabiot 227 Einsätze im Dress des Scheich-Klubs, in denen er 24 Tore erzielte und 17 weitere Treffer vorbereitete.  

4. Die Drahtzieherin im Hintergrund

Rabiots Mutter kümmert sich um die Anliegen ihres Sohnes, und sorgt damit immer wieder für kontroverse Auftritte in der Öffentlichkeit und hinter den Kulissen.


Als der 23-Jährige 2008 zu Manchester City wechselte, war sie dafür verantwortlich, dass schnell die Rückkehr nach Frankreich erfolgte. So erklärte er (via spox): "Nach sechs Monaten hat Manchester City bestimmte Abmachungen nicht eingehalten. Meine Mutter stoppte die Zusammenarbeit und wir gingen wieder zurück nach Frankreich."


Auch als er unter Blanc zunächst wenige Einsatzzeiten erhielt, schaltete sie sich ein und beschwerte sich über die mangelnde Spielzeit ihres Sohnes. Wohl auch deshalb kam Rabiot nach und nach zum Einsatz und entwickelte sich zu dem Spieler, der er heute ist. 


Doch schließlich war auch sie diejenige, die verkündete, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde. Seit jeher vertritt sie einzig seine Interessen und kümmert sich darum, das Bestmögliche aus der Karriere ihres Kindes zu machen. 

5. Traum von der Premier League

Nach anhaltenden Gerüchten um einen Wechsel zum FC Barcelona schaltete sich nun auch der FC Bayern München in den Poker um den Mittelfeldspieler ein. Rabiot hegt jedoch den Wunsch, irgendwann einmal in England spielen zu wollen: "Es bereitet mir Freude, daran zu denken, eines Tages in der Premier League zu spielen."


Diesen Traum hat er trotz der erfolglosen Zwischenstation bei Manchester City nicht aufgegeben. Einst wollte er erneut auf die Insel, wobei Arsenal London die neue Destination sein sollte. Blanc, von 2013 bis 2016 Trainer bei PSG, konnte seinen Wechselwunsch nur wenig nachvollziehen: "Es nervt mich. Adrien muss verstehen, dass er gehen kann, wenn sein Vertrag ausläuft. Allerdings hat er einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet, weswegen er seinen Klub respektieren muss."


Aufgrund seines Alters hat Adrien Rabiot noch genügend Zeit, um irgendwann einmal in der Premier League zu landen. Vielleicht findet sich ja sogar im Sommer der passende Verein.

6. Bei der Nationalmannschaft außen vor

Dass er lediglich sechs Länderspiele für die französische Nationalmannschaft absolvierte, hat nicht nur sportliche Gründe. Seit Oktober 2017 wurde Rabiot wieder regelmäßig von Didier Deschamps nominiert und in Spielen aufgestellt, doch der 23-Jährige schaffte nicht den Sprung in den Kader für die Weltmeisterschaft in Russland.


Stattdessen fand er sich lediglich auf der sogenannten Standby-Liste wieder und sollte dementsprechend nachnominiert werden, falls ein anderer Akteur ausfallen sollte. Diese Konstellation gefiel Rabiot ganz und gar nicht, weshalb er sich von der Liste streichen ließ und seitdem kein einziges Mal mehr für sein Heimatland auflief.

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