Bei ​Real Madrid will momentan einfach keine Ruhe einkehren. Gestern gewannen die Königlichen zwar ihr Pokal-Hinspiel der 2. Runde der Copa del Rey gegen den CD Leganes (3:0), dennoch dürften die Sorgenfalten von Klub-Chef Florentino Perez (71) dieser Tage noch etwas größer geworden sein. Anlass zur Unruhe liefern ausgerechnet zwei seiner ehemaligen Lieblinge.


Da wäre zum einen der Waliser Gareth Bale (29). Mit den kolportieren 101 Millionen Euro, die Real Madrid 2013 an Tottenham Hotspur überwies, ist der Stürmerstar immer noch der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte. Ob es Cristiano Ronaldo gefällt oder nicht...


Erfüllen konnte Bale die in ihn gesteckten Erwartungen leider viel zu selten. Unter anderem wegen seines chronischen Verletzungspechs. Insgesamt 23 verletzungsbedingte Ausfälle in fünf Jahren - oder: 82 verpasste Partien. Das ist jedes vierte Spiel (Quelle: SportBild). Viel zu viel, um in eine gewisse Regelmäßigkeit zu kommen. Sein Standing innerhalb der Mannschaft schwindet dementsprechend schon seit geraumer Zeit. Aktionen, wie am vergangenen Wochenende, als Bale, verletzungsbedingt nur auf der Tribüne, bereits in der 78. Minute das Stadion gen heimisches Zuhause verließ, sind für eine Verbesserung des Betriebsklimas sicherlich nicht förderlich. 


Der "Weiße Codex" schreibt nämlich vor, dass alle Spieler, die aus bestimmten Gründen nicht im Kader sind, sich während des Spiels im Bernabeu aufzuhalten und nach Schlusspfiff auch die Mannschafts-Kabine aufzusuchen haben. Dagegen hat der Waliser eklatant verstoßen. Eine hohe Geldstrafe von Seiten des Vereins dürfte fällig sein.


Geldstrafe - das könnte auch einem anderen Sorgenkind innerhalb des Real-Kaders blühen. Isco (26), ebenfalls ein früheres Lieblingskind von Präsident Perez, hat sich mit Trainer Santiago Solari überworfen. Die Quittung: nur noch sporadische Einsätze. Auch im gestrigen Pokalspiel gegen die Nachbarn aus Madrids Süden schmorte der ehemalige Malaga-Star 70 Minuten auf der Bank. Seinem angestauten Ärger über diese Situation machte der Mittelfeldspieler vor der Begegnung Luft mit einem "like" gegenüber einem ironisch gefärbten Tweet eines Real-Anhängers ("Er (Solari) würde sich selber spielen lassen, nur damit Isco nicht spielt."). 

Auch dies ist sicherlich keine gute Idee in der aktuellen Situation. Zwar hat er seinen digital erhobenen Daumen bereits wieder gelöscht, dennoch kann auch hier mit Reaktionen seitens des Vereins gerechnet werden. ​