​Nach einem schwierigen Saisonstart hat ​Mario Götze seinen Platz unter Lucien Favre gefunden. Der Schweizer Cheftrainer ließ den Weltmeister in der Regel im Angriffszentrum auflaufen, wo er mit Neuzugang Paco Alcacer Job-Sharing betrieb. Eine Position, auf der sich der Ex-Münchner durchaus wohlfühlt. Gedanken über seine Vertragssituation beim ​BVB macht sich der 26-Jährige laut eigener Aussage derzeit nicht.


An die ersten Wochen der aktuellen Spielzeit wird sich Götze wohl nur ungern zurückerinnern. Der Offensivspieler hatte in dieser Zeit einen äußerst schweren Stand und pendelte zwischen Auswechselbank und Tribüne. An den ersten sechs Spieltagen kam der Rechtsfuß nicht zum Einsatz. Die schwierige Situation des WM-Helden war auch ein großes Dauerthema in den Medien. Seit Ende Oktober spielt Götze wieder eine deutlich wichtigere Rolle. 


Auf der eher ungewohnten Position im Angriffszentrum wusste der 63-fache Nationalspieler durchaus zu überzeugen. "Ich habe kein Problem mit der Position", erklärte der 26-Jährige am Rande des Trainingslagers in Marbella. "Ich fühle mich auch vorne drin ziemlich wohl, wenn es eine spielerische Neun ist. Wenn viele Rotationen drin sind, wenn ich mal mit der Zehnerposition tauschen kann, wenn ich mal auf den Flügel gehen kann."

Götze sieht sich nicht als klassischen Stürmer, "der vorne auf Bälle wartet". Dies trifft auf Alcacer zu, mit dem sich der Ex-Münchner im Angriffszentrum abwechselt. "Wenn Paco reinkommt und ein Tor macht, ist alles okay. Sonst natürlich nicht (lacht)", wird der 26-Jährige von den Ruhr Nachrichten zitiert. Auswechslungen würden einfach dazu gehören. Am Job-Sharing-Modell von Favre dürfte sich auch in der Rückrunde nicht viel ändern.


"Es hilft nichts, wenn wir uns Gedanken darüber machen, was in 17 Spielen alles passieren kann. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken, auch wenn das abgedroschen klingt", betonte der Offensivspieler. Sechs Punkte Vorsprung auf den ​FC Bayern München seien nicht die Welt, stellte der Weltmeister klar: "Es kann ganz schnell auch in die andere Richtung gehen, siehe Düsseldorf. Das wissen wir und darauf sind wir vorbereitet."

Marco Reus,Mario Gotze

Beste Freunde unter sich: Mario Götze (l.) und Marco Reus


Es sei eine wichtige Grundlage, dass der Teamgeist stimmt. "Das ist vor allem in schwierigen Situationen wichtig, da muss man ihn spüren", so der 26-Jährige. "Das haben wir ​in der Hinrunde gut hinbekommen. Aber auch neben dem Platz haben wir einen guten Zusammenhalt."


Seine Vertragssituation stellt Götze vorerst hinten an. "Ich bin total entspannt. Der Vertrag läuft bis 2020. Es gibt wichtigere Dinge im Moment, als darüber zu reden", gab der Rechtsfuß zu Protokoll. "Wir haben große Ziele in der Rückrunde. Darum geht’s. Den Rest werden wir besprechen, wenn es passt."