Bereits während der Transferperiode im Sommer sollte Mittelfeldspieler Marco Fabian seine Zelte bei Eintracht Frankfurt abbrechen. Nun neigt sich die Zeit des Mexikaners endgültig dem Ende zu: Wie der Spieler selbst gegenüber Bild bestätigte, soll sein Abgang bereits in der kommenden Woche über die Bühne gehen.


Das Fußballjahr 2018 lief für den 42-fachen mexikanischen Nationalspieler trotz des Erreichens des Achtelfinals mit der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im Sommer alles andere als rund. Nach anhaltenden Problemen am Lendenwirbel kehrte der 29-Jährige erst im Februar wieder auf den Platz zurück, musste sich nach neun Pflichtspielen allerdings hinten anstellen und wurde vom damaligen Trainer Niko Kovac weder im Endspurt in der Bundesliga, noch beim sensationellen Triumph im DFB-Pokalfinale berücksichtigt.


Auch unter Adi Hütter gehörte Fabian schnell zu den Wechselkandidaten der Eintracht. Dass seine neue Destination Fenerbahce Istanbul heißen würde, ​war eigentlich beschlossene Sache - ​ehe der Transfer kurz vor Schluss auf kontroverse Art und Weise platzte


Ändern konnte der 29-Jährige an seiner Situation bei der Eintracht wenig: Hütter gewährte ihm in der abgelaufenen Hinrunde nur 63 Bundesliga-Minuten, nominierte ihn überhaupt erst zwei Mal für den Kader. Der Abschied fällt ihm nicht leicht, doch er weiß bereits seit über einem halben Jahr, dass er in Frankfurt keine Zukunft mehr hat.

Marco Fabian

  Marco Fabians letzter Einsatz im Dienst der Frankfurter Eintracht stammt vom 14. September (1:3 gegen Borussia Dortmund) - schon in der kommenden Woche soll er die Adler endgültig verlassen


"Ich war hier glücklich, habe viele tolle Momente erlebt. Deshalb bin ich jetzt sehr traurig. Doch manchmal ist es besser zu gehen", resümiert Fabian, der endlich wieder regelmäßig spielen "will und muss." Wohin die Reise geht ist noch unklar, doch zeitnahe Gespräche sollen Klarheit schaffen: "Die nächste Woche ist sehr wichtig für mich. Da soll klar gemacht werden, wohin ich gehe."


Drei Jahre nach seiner Verpflichtung von Deportivo Guadalajara dürfte er der Bundesliga den Rücken kehren. Gegenüber der Eintracht will er trotz der schwierigen Situation keinen Groll hegen, viel mehr wolle er den Verein, bei dem er insgesamt 50 Pflichtspiele absolvierte, in bester Erinnerung behalten: "Auch wenn ich jetzt gehe: Ich werde immer den Adler in meinem Herzen haben."