​Der ​S​C Freiburg konnte in der Hinrunde wieder so manchem vermeintlichen Favorit ein Schnippchen schlagen und überwintert im Mittelfeld der Bundesliga. Dabei wusste auch Torhüter ​Alexander Schwolow voll zu überzeugen. Der ehrgeizige Keeper hat aber noch eine Menge vor und denkt daher offen über einen Abgang aus Baden nach.


Dabei sind die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu einem Spitzenklub im Ausland keineswegs neu. So wurde der Schlussmann bereits im vergangenen Sommer mit renommierten Vereinen wie der AS Rom und Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht. Damals entschloss sich Schwolow jedoch für einen Verbleib im Breisgau und erklärte gegenüber Lattenkreuz.de, dass "noch keine Anfrage dabei war, wo ich sagen würde: Das ist es, wofür ich das hier, was ich über viele Jahre lieben gelernt habe, verlassen würde."

Alexander Schwolow

Auf Alexander Schwolow war zuletzt stets Verlass


Dennoch blieb das Thema auch aufgrund der starken Leistungen in der ersten Saisonhälfte dauerpräsent. Dabei schürte der 26-Jährige gegenüber dem kicker die Gerüchteküche vor kurzem noch einmal an. "Ich bin zufrieden, aber ich mache mir meine Gedanken und bin da in der Findungsphase", so der Keeper. Obwohl er noch bis zum Sommer 2020 vertraglich an den Sportclub gebunden ist, spiele in seinen Überlegungen auch ein Wechsel zu einem größeren Klub eine Rolle. Einen ablösefreien Abgang ihres Führungsspielers können sich die Freiburger nicht leisten und daher könnten bereits in den kommenden Wochen und Monaten wichtige Gespräche anstehen.


Trainer Christian Streich würde mit Sicherheit eine Vertragsverlängerung begrüßen, doch selbst von einem Abgang seiner Nummer Eins dürfte sich der erfahrene Fußballfachmann nicht aus der Ruhe bringen lassen. Schließlich bewiesen die Freiburger in den letzten Jahren ein schier unglaubliches Geschick, ihre starken Torhüter nach deren Abgängen ohne großen Qualitätsverlust zu ersetzen. So folgte auf den nach Hoffenheim abgewanderten Oliver Baumann erst der heutige Borusse ​Roman Bürki, ehe sich Schwolow ab der Saison 2015/16 als Stammkraft etablieren konnte.