Bereits vor wenigen Tagen unterstrich Max Eberl als Sportdirektor von ​Borussia Mönchengladbach, dass er keinen Spieler abgeben wolle. Nun äußerte er sich im Trainingslager der Fohlenelf ausführlich zu den Transferabsichten einzelner Spieler und mit wem er die Arbeitspapiere gerne verlängern möchte.


Die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach können zufrieden auf die Hinrunde zurückblicken - locker lassen oder sich gar zurücklehnen will aber niemand. Zumal einige Spieler Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz geweckt haben. Oder andere Akteure mit ihrer Rolle im Kader hadern. Daher äußerte sich Sportdirektor Max Eberl im Trainingslager des VfL ausführlich zu den heißesten Personalien in der Mannschaft.


Da wäre in erster Linie Thorgan Hazard. Der Belgier hat im letzten halben Jahr noch mal einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht in seiner Entwicklung, sein Vertrag läuft aber nur noch bis 2020. Daher strebt man eine Verlängerung mit dem 25-Jährigen an. „Wir haben großes Interesse, mit Thorgan zu verlängern, das weiß er. Und ich habe ja schon gesagt, dass wir mit ihm und seinem Vater im November über eine Vertragsverlängerung gesprochen haben. Thorgan möchte erstmal die Saison zu Ende spielen und dann wird man sehen.“


Darüber hinaus habe es bislang im Winter keinerlei Angebote für Hazard gegeben. Jedoch soll es kein langes Tauziehen geben, wenn es nach Eberl geht. „Wann wir uns dann zeitnah mit ihm zusammensetzen - es wird nicht bis in die Sommertransferperiode hereinragen. Gladbach und er sind eine Erfolgsgeschichte, die hoffentlich noch lange andauert. Ich habe ihn jedenfalls noch nicht aufgegeben“, wird Eberl auf der Fanseite fohlen-hautnah.de zitiert.

Im Sommer habe es dagegen sehr wohl Anfragen für den Angreifer gegeben. „Er hat sich im Sommer, als es sehr viele Anfragen für ihn gab, für uns entschieden und gesagt, dass er das bei Borussia durchziehen und den nächsten Schritt machen will. Wenn er eine Vertragsverlängerung ablehnen sollte, dann weil er wieder einen Schritt nach vorne machen will. Und dann würde es auch keinen Sinn machen, dass er noch ein Jahr bleibt“, so der Sportdirektor in der Rheinischen Post abschließend.


Ein anderer Akteur, der seit geraumer Zeit schon mit einem ​Wechsel in Verbindung gebracht wird, ist Patrick Herrmann. Der gebürtige Saarländer, der bereits seit 2006 bei den Fohlen spielt, genießt hohes Ansehen bei Eberl, der eine Anfrage aus Stuttgart bestätigte. „Stuttgart hat angefragt, da mache ich keinen Hehl draus. Aber ich habe Michael Reschke genau das gesagt, was ich in den Statements äußere und er hat verstanden, wie wir über dieses Thema denken.“ Soll heißen, man habe keine großen Gedanken bezüglich eines Wechsels von Herrmann verschwendet.


„Patrick kam auch nicht in dem Maße zu uns und hat gesagt, dass er weg will und weg muss. Wir wissen alle, wie wohl er sich bei uns fühlt. Er ist ein Borussen-Junge und da muss schon viel passieren, dass der große Wunsch kommt, weg zu wollen. Stuttgart hat angefragt, ja. Michael Reschke habe ich dann auch gesagt, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist und wir ihn nicht abgeben wollen, aber wenn Patrick käme, müssten wir uns zusammensetzen. Aber den gibt es eben nicht. Dieter und wir wollen ihn behalten und Patrick möchte nicht wechseln. Eine Verlängerung mit ihm würde ich auch nicht ausschließen. Dass hätte dann aber nichts mit Gnade oder so zu tun, sondern mit Leistung, dass wir uns mit ihm zusammensetzen“, so Eberl weiter bei fohlen-hautnah.de.

Wer ebenfalls für eine Verlängerung in Frage kommt, ist der Brasilianer Raffael. Allerdings schließt der Manager einen langfristigen Kontrakt aus, bei dem bald 34-jährigen Südamerikaner will man von „kurzfristigeren Verträgen“ sprechen. Julio Villalba soll ebenfalls die Rückrunde am Niederrhein verbringen, nicht zuletzt wegen seiner Verletzung und seiner Rekonvaleszenz. „Ihn irgendwo hinzugeben, wo er nochmal fünf, sechs Wochen braucht, bis er angekommen ist, macht wenig Sinn, denn dann ist die Saison auch schon fast wieder vorbei.“


Bei Josip Drmic überlässt Eberl die Entscheidung dem Stürmer selbst. „Josip muss für sich eine Entscheidung treffen, was er machen möchte und dann werden wir als Klub versuchen, ihm entgegenzukommen.“ Er sei zwar „professionell“, was die Einstellung trotz der schweren Situation angehe, dennoch sei er auch „am weitesten weg von der ersten Elf“. 


Dagegen schloss er abschließend Leihen von Michael Cuisance oder auch Laszlo Benes kategorisch aus. „Harakiri-Ausleihen für fünf Monate, das machen wir nicht.“