​Am Sonntag kassierte ​Real Madrid in La Liga bereits die sechste Niederlage der Saison und liegt mit zehn Punkten Rückstand auf den FC Barcelona auf einem enttäuschenden fünften Platz. Dabei wird auch die Bilanz des neuen Trainers ​Santiago Solari immer schlechter. Kapitän Sergio Ramos und Weltfußballer ​Luka Modric nahmen nach der Heimniederlage aber vor allem ihre Teamkollegen in die Pflicht.


Das Mittelfeld-Ass der Madrilenen legte dabei den Finger in die Wunde und erklärte laut der Marca, dass einige Spieler derzeit nicht auf ihrem normalen Level spielen. "Wir müssen klarer in unseren Aktionen werden. Das ist keine Glücksache", so der Kroate. Dabei prangerte er die fahrlässige Chancenverwertung an und betonte, dass es gute Gründe gebe, wieso die Dinge bei den Königlichen derzeit so schief laufen. 


Ausreden wie zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen will der Routinier nicht gelten lassen, auch wenn er einräumte, dass die Leistung des Unparteiischen keine große Hilfe war. 

Luka Modric

Auch Luka Modric konnte zuletzt die Kohlen nicht aus dem Feuer holen


Dass der Erzrivale aus Barcelona im Titelrennen mittlerweile komplett enteilt ist, sollte nach Ansicht des 33-Jährigen nicht die größte Sorge des amtierenden Champions-League-Siegers sein. Vielmehr müsse man sich auf die eigene Leistung konzentrieren und sich wieder steigern. Dabei sei es von Nöten, als Team wieder enger zusammenzurücken und auf dem Rasen wieder als Mannschaft aufzutreten. Um wieder in die Spur zu finden, sei das beste Mittel von Spiel zu Spiel zu denken und nicht über die Tabellensituation nachzudenken.


Sergio Ramos pflichtete seinem Teamkollegen in den meisten Punkten bei. Dabei hofft der spanische Nationalspieler nach der Heimpleite auf eine Reaktion der Mannschaft. "Das ist eine Zeit, um enger zusammenzurücken. Probleme sind aufgetreten und müssen nun gelöst werden. Das Team braucht eine Veränderung, eine Reaktion. Dabei sollte man jedoch auch nicht alles auf den Kopf stellen", so der Abwehrchef.

Sergio Ramos

Sergio Ramos will die Hoffnung auf eine baldige Kehrtwende nicht begraben


Der Routinier wollte seinen Mitspielern aber keineswegs in Abrede stellen, dass sie alles in die Waagschale gelegt hatten. "Wir haben ein hungriges Team und meine Beine schmerzen heute. Wir machen mit einem reinen Gewissen weiter, da wir heute alles reingeworfen haben", so der Iberer. Hoffnung macht dem Führungsspieler, dass man bereits in der Vergangenheit gestärkt aus einer Krise herausgekommen war. Daher solle man auch jetzt nicht impulsiv reagieren, auch wenn viele Experten die Madrilenen bereits abgeschrieben hätten.