​Verliert der ​FC Augsburg im kommenden Sommer seinen Top-Torjäger? ​Alfred Finnbogason ließ in einem Interview verlauten, dass ihn ein Wechsel ins Ausland durchaus reizen würde. Der isländische Nationalspieler bekräftigte jedoch auch, dass er sich bei den bayerischen Schwaben sehr wohl fühle. 


"Ich muss mir viele Gedanken machen, bevor ich meinen nächsten Vertrag unterschreibe - ob in Augsburg oder woanders", erklärte Finnbogason am Rande des Trainingslagers im spanischen Algorfa gegenüber dem kicker. "Wenn ich in meiner Karriere noch etwas anderes erleben möchte, muss ich das am Ende meines jetzigen Vertrags tun." ​Beim FCA besitzt der 29-Jährige ein bis Ende Juni 2020 laufendes Arbeitspapier.


Sollte der Isländer eine Verlängerung ablehnen, deutet vieles auf einen Verkauf im kommenden Sommer hin. Trotz des sportlichen Stellenwertes von Finnbogason, der in der laufenden Saison an zehn Treffern (sieben Tore, drei Vorlagen) direkt beteiligt war, würde sich der FCA die Chance auf eine marktwertgerechte Ablöse wohl nicht entgehen lassen. Auf 15 Millionen Euro wird der Marktwert des Mittelstürmers derzeit geschätzt. An Interessenten für den Nationalspieler dürfte es nicht mangeln. 

Im Falle eines Wechsels hat der 29-Jährige konkrete Vorstellungen, wohin die Reise gehen soll. "England und Italien würden mich reizen. Und ich habe den Plan, am Ende meiner Karriere in der nordamerikanischen MLS zu spielen", gab der Rechtsfuß, der am vergangenen Donnerstag zum zweiten Mal Vater wurde, zu Protokoll. 


"Ich weiß, dass ich nicht alle Ziele erreichen werde. Mit der nächsten Entscheidung muss ich einen Traum aufgeben. Deshalb ist sie so wichtig", betonte Finnbogason, der seine aktuelle Situation allerdings auch zu schätzen weiß: "Ich bin in einer Top-Liga, werde beim FCA geschätzt und spiele immer, wenn ich fit bin. Ich passe gut zum Verein und zur Spielweise." 

In den kommenden Wochen wird der Stürmer den Fokus wohl vorerst auf den Abstiegskampf richten, ehe er sich Gedanken zu seiner Zukunft macht.