Auch beim letzen Springen der Vier​schanzentournee war der Dominator Ryoyu Kobayashi nicht aufzuhalten. Der Japaner siegte am Sonntag in Bischofshofen und konnte damit als dritter Skispringer den Grand Slam holen. Mit Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe wussten aber auch zwei DSV-Adler zu überzeugen.


Durch einen überragenden Sprung im zweiten Durchlauf konnte sich Kobayashi beim letzten Springen des legendären Wettbewerbs, der traditionell in Deutschland und Österreich ausgefochten wird, noch auf den ersten Platz nach vorne bugsieren. Somit ist der 22-Jährige nach der deutschen Legende Sven Hannawald und dem Polen Kamil Stoch das dritte Mitglied im elitären Klub der Tournee-Dominatoren, die sich bei keinem einzigen Springen eine Blöße gaben.

Auf der Paul-Außerleitner-Schanze konnte sich Kamil Klowacki über den zweiten Platz freuen und auch der Österreicher Stefan Kraft sorgte mit dem dritten Rang für einen versöhnlichen Ausklang der Strapazen in den letzten Wochen. Nach dem ersten Durchgang hatte noch der Deutsche Markus Eisenbichler geführt, wurde nach seinem zweiten Sprung aber auf den fünften Platz verdrängt. Dabei wurde der 27-Jährige auch von seinem Landsmann Stephan Leyhe überholt, der als Viertplatzierter der beste DSV-Adler des Tages wurde.


In der Gesamtwertung der Tournee konnte Eisenbichler seinen zweiten Platz jedoch verteidigen und seinem Teamkollegen ein Schnippchen schlagen. Einziger Wermutstropfen für den Zweitplatzierten dürfte dabei sein, dass er immer wieder an einem Einzelsieg schnuppern konnte. So hatten dem gebürtigen Bayer beim Auftaktspringen in Oberstdorf gerade einmal 0,4 Punkte gefehlt, um den japanischen Überflieger in die Schranken zu weisen. Durch seinen starken Schlussspurt im letzten Springen sicherte sich Leyhe im Gesamtklassement einen starken dritten Platz und sorgte damit unterm Strich für ein starkes Abschneiden der deutschen Springer.