Im US-amerikanischen Bradenton, Florida, bereitet sich Adi Hütter mit seiner Frankfurter Eintracht auf die Rückrunde vor. Die ersten Tage des Trainingslagers nutzte der österreichische Coach, um an kleineren Stellschrauben zu drehen und sich einen ersten Eindruck von seinem prominenten Neuzugang zu verschaffen. 


Von "idealen Top-Bedingungen" spricht Adi Hütter, als er zum Trainingsgelände der IMG-Akademie in Florida angesprochen wird. Die Voraussetzungen für die Vorbereitung auf die Rückrunde scheinen nicht nur dem Österreicher zu gefallen, auch seine Spieler können laut Aussage des Fußballlehrers perfekt ihre Leistung abrufen. Gegenüber dem kicker schwärmt Hütter: "Momentan habe ich einen sehr guten Eindruck von der Mannschaft. Die Spieler sind zu 100 Prozent bei der Sache, es macht wahnsinnig Spaß, mit ihnen zu arbeiten."


Der Eintracht-Coach hat nach zeitweise sehr überzeugender Hinrunde um den Verein herum Erwartungen geweckt, die in der Rückserie bestätigt werden wollen. Um das aber aber zu erreichen, gilt es für die offensiv-gewaltigen Frankfurter laut Hütter, hinten "weniger Fehler zu machen". So liegt der Schwerpunkt der Trainingseinheiten im technisch-taktischen Bereich, der Feinabstimmung. Der Trainer möchte lediglich an "ein paar Stellschrauben drehen, um das Ganze noch besser zu machen". Denn weit von den Spitzenleistungen der Mitte der ersten 17 Bundesliga-Spiele wähnt sich der 48-Jährige nicht: "Das sind ein paar Kleinigkeiten. Die Mannschaft war zum Schluss sicherlich auch vom Kopf her ein bisschen müde."

Sebastian Rode

Nach viereinhalb Jahren zurück bei der SGE: Sebastian Rode



In einer Mannschaft, die sich von den Anstrengungen einer ersten Saisonhälfte erholt und zudem defensiv auf weitere Absicherung hofft, darf sich Hütter derweil Hoffnungen auf die tatkräftige Unterstützung des Eintracht-Rückkehrers Sebastian Rode machen. Vom 28-jährigen zentralen Mittelfeldspieler konnte sich der Trainer ebenfalls bereits einen Eindruck machen und resümiert: "Er hat eine große Freude, das spürt man, und er wurde super aufgenommen." 


Kein Wunder: Bei seiner letzten Station, ​Borussia Dortmund, war Rode inzwischen längst aussortiert, spielte höchstens mal für die zweite Garde des BVB. In Florida jedoch zeigt er nun, dass er fußballerisch noch einiges zu bieten hat. "In den kleinen Spielformen, wo es wirklich zur Sache geht, wo es eng ist, viele Zweikämpfe stattfinden und man schnelle Lösungen im Kopf haben muss, macht er einen sehr guten Eindruck", schwärmt der Cheftrainer der Frankfurter, fügt dann allerdings hinzu: "Aber ich bin nicht überrascht, dass er gut Fußball spielen kann. Du kommst nicht zu ​Bayern und Dortmund, wenn du kein guter Spieler bist."