Mit starken Leistungen hat der spanische U21-Nationalspieler Jorge Meré vom 1. FC Köln in seiner Heimat Aufsehen erregt. Mehrere Vereine sollen an einer Verpflichtung des Innenverteidigers interessiert sein. Dass der jedoch aufgrund einer Klausel im aktuellen Transferfenster für lediglich 10 Millionen Euro zu haben ist, stellte sich nun als falsch heraus. 


Bei Jorge Meré läuft es in dieser Zweitligasaison richtig rund. Hatte er auch wegen großer Konkurrenz auf seiner Position letztes Jahr beim ​FC Köln noch häufig das Nachsehen gehabt, zählt der junge spanische Innenverteidiger in dieser Saison inzwischen zu den Stammspielern von Trainer Markus Anfang. Das Vertrauen zahlt der 21-Jährige regelmäßig mit guten Leistungen zurück und hat sich so in seiner Heimat bei einigen Erstligisten ins Gespräch gebracht. 


Atlético, Sevilla, Valencia - ​Alle sollen sie am jungen Geißbock interessiert sein, obgleich keiner der Vereine in der Abwehr unbedingt schon vor dem Sommer Verstärkung braucht. Doch als in der vergangenen Woche die spanische Zeitung AS berichtete, der U21-Nationalspieler habe für das aktuelle Transferfenster eine Ausstiegsklausel von nur zehn Millionen Euro, schien ein baldiger Wechsel mehr als wahrscheinlich. Insbesondere Valencia war laut dem Bericht schon in Verhandlungen mit Merés Berater. 

SV Sandhausen v 1. FC Koeln - Second Bundesliga

Armin Veh ist beim 1. FC Köln seit Dezember 2017 im Amt



Nun jedoch meldete sich Kölns Geschäftsführer Armin Veh zu Wort. Gegenüber dem EXPRESS dementierte der Effzeh-Boss die Existenz der besagten Zehn-Millionen-Klausel und beteuerte, die Entscheidungsmacht liege im Falle des Spaniers bei den Rheinländern: "Das haben wir selbst in der Hand". Dass das Abwehr-Talent allerdings begehrt ist, darum weiß der 57-Jährige. Man wolle sich dennoch erst mit Angeboten beschäftigen, wenn sie tatsächlich vorliegen: "Wenn es eine konkrete Anfrage gäbe, dann müsste man sich damit auseinandersetzen. Und erst dann würden wir uns über alle anderen Dinge Gedanken machen. Einen Überblick über den Markt hat man ja immer, Kandidaten für jede Position sollte man haben."


Gewiss ist dadurch noch nicht, dass Meré, dessen Vertrag erst im November bis 2023 verlängert worden war, auch in der Rückrunde für die Geißböcke aufläuft. Die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch immens. Übrigens: Im Sommer gäbe es dann eine Ausstiegsklausel. Die läge allerdings bei satten 30 Millionen Euro.