In den vergangenen Wochen hat Pep Guardiola noch einmal um Nachwuchsspieler Brahim Diaz gekämpft, allerdings erfolglos: Wie unter anderem der ​Telegraph berichtet, zieht es das 19-jährige Talent von Manchester City zu ​Real Madrid. Pikant ist dabei eine Klausel, die verhindern soll, dass der Offensivspieler eines Tages zu Manchester United wechselt. 


"Der Fall von Brahim ist ganz einfach. Wir wollen seinen Vertrag um vier oder fünf Jahre verlängern und wir werden alles tun, um ihn zu halten", ​kündigte Guardiola noch im Dezember an. Doch Diaz, dessen Berater ausgerechnet der Bruder des katalanischen Erfolgstrainers ist, sieht seine Zukunft mittlerweile nicht mehr bei den 'Skyblues'.


Schuld dafür sei laut Telegraph die Verpflichtung von Riyad Mahrez, der im Sommer für 60 Millionen Euro von Leicester City nach Manchester wechselte. Der Algerier erhöhte den Konkurrenzkampf auf Anhieb und verschlechterte somit die Karten für Diaz, der vor fünf Jahren vom FC Malaga in die Nachwuchsakademie des amtierenden englischen Meisters wechselte und erst 15 Pflichtspiele für die erste Mannschaft absolvierte.

Brahim Diaz

  Real Madrid ruft: Brahim Diaz wird Manchester City neusten Meldungen zufolge noch im Januar verlassen


Der Vertrag des 19-Jährigen, der auf den Außenbahnen sowie im Sturmzentrum spielen kann, endet im Sommer. Bereits im November ernannte die Marca Real Madrid zum Favoriten auf eine Verpflichtung, nun scheinen sich die Anzeichen zu verdichten.


Demnach soll Diaz noch im Januar für rund 17 Millionen Euro zu den 'Königlichen' wechseln. In Zukunft könnten weitere 7,5 Millionen Euro nach Manchester fließen, sollte er mit der spanischen U-21 Nationalmannschaft den Triumph bei der Europameisterschaft im Sommer feiern. Laut Goal sollen die Madrilenen den Spieler mit einem Wochengehalt von 700.000 Euro locken.


Bei Real soll er zunächst in der Rückrunde aufgebaut werden und bei den Profis erste Erfahrungen in der Copa del Rey sammeln. Der Transfer stelle den "exzellenten Wert" für einen Nachwuchsspieler dar, dessen Vertrag weniger als sechs Monate läuft und der in dieser Saison noch kein Spiel bei den Profis absolvierte.


Weiterverkaufsgebühr soll künftigen Transfer zu United verhindern


Interessant wird es in den Vertragsdetails auch, wenn es um die weitere Zukunft des Spaniers geht. Demnach habe sich Manchester City eine Weiterverkaufsgebühr in Höhe von 15 Prozent gesichert, die sie dann erhalten, wenn der Spieler in einigen Jahren Real verlassen würde. Damit ein Transfer zu Rivale Manchester United verhindert wird, soll die Gebühr bei einem Angebot der 'Red Devils' gar auf 40 Prozent steigen. Dies sei das erste Mal, dass die Verantwortlichen der 'Cityzens' auf derartige Klauseln zurückgreifen.


Somit droht der Verein nach Jadon Sancho ein weiteres Juwel zu verlieren. Mit Phil Foden hat zwar ein Talent den Sprung in die erste Mannschaft geschafft, doch auf den anderen Positionen scheint die Konkurrenz zu groß. Jedoch gibt es auch eine positive Seite der Medaille für den aktuellen Tabellenzweiten der Premier League.


Denn in den vergangenen Jahren brachten verheißungsvolle Talente immer wieder zweistellige Millionensummen ein. So wechselte Angreifer Kelechi Iheanacho vor anderthalb Jahren für rund 28 Millionen Euro zu Leicester City, Torhüter Angus Gunn zog es im vergangenen Sommer für 11,3 Millionen zum FC Southampton. Brahim Diaz wird nun aller Voraussicht nach eine ähnliche Ablösesumme einbringen - in der Hoffnung, sich bei Real eher durchzusetzen als unter Pep Guardiola.