Simon Mignolet hat einen schweren Stand beim ​FC Liverpool. Der 30-jährige Torhüter ist hinter Alisson Becker die klare Nummer zwei. In einem Interview hat Mignolet Verständnis für die Entscheidung Jürgen Klopps geäußert, Alisson in den Kasten zu beordern.


Am Montag im FA-Cup gegen die Wolverhampton Wanderers wird Simon Mignolet voraussichtlich sein zweites Pflichtspiel in dieser Saison bestreiten. Alisson Becker, sein Konkurrent und Kollege im Tor, ist bisher ein fantastischer Rückhalt. In 27 Pflichtspielen kassierte Alisson nur 17 Gegentore, 14 Mal behielt er eine weiße Weste. Gegen den SSC Neapel am letzten Champions-League-Spieltag rettete der Brasilianer in der Schlussphase gegen Arkadiusz Milik, und sicherte so den 1:0-Erfolg, der Liverpool doch noch ins Achtelfinale brachte. "Wenn ich gewusst hätte, dass Alisson so gut ist, hätte ich auch das Doppelte bezahlt", schwärmte Klopp auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.


Auch Simon Mignolet hat Alisson im Interview mit​ liverpoolfc.com gelobt. "Ich stehe in der Hierarchie hinter Alisson, der ein wirklich guter Torwart ist - wahrscheinlich zählt er zu den fünf besten der Welt, wenn nicht der beste - und deswegen akzeptiert und versteht man die Rolle." Die Situation sei für ihn nicht einfach, aber das Team habe Erfolg und er "versucht, dem Team so gut zu helfen wie möglich". Gefragt nach den Vorzügen von Alisson, sagte Mignolet: "Er muss nicht so viel nachdenken oder extra abschalten, weil bei ihm alles so fließend und reibungslos verläuft. Das macht es ihm sehr einfach, ihm Tor zu spielen."


"Wir versuchen, hart zu arbeiten und wollen das beste aus uns rausholen. Ich kann von ihm lernen, er kann von mir lernen", beschrieb Mignolet den Konkurrenzkampf, der beide offenbar anspornt. Der Belgier weiß: "Ich muss bereit sein, wenn irgendetwas passiert oder das Team mich braucht, und deshalb muss ich jeden Tag hart arbeiten, wenn meine Chance kommt", meinte der 30-Jährige, der vier Jahre älter ist als Alisson.