​Am Freitag hatte der ​FC Liverpool verkündet, dass deren Außenverteidiger ​Nathaniel Clyne bis zum Saisonende an den Ligakonkurrenten AFC Bournemouth ausgeliehen wird. ​Neil Warnock, seines Zeichens Trainer von Cardiff City, zeigte sich im Anschluss enttäuscht über den Wechsel und verriet, dass der Abwehrspieler eigentlich seinem Klub versprochen war.


Gegenüber BBC Radio Wales ließ der 70-Jährige kein gutes Haar an den Verantwortlichen des aktuellen Spitzenreiters in der Premier League. "Es aus dem Fernsehen zu erfahren, nachdem ich alles richtig gemacht und sie mir versprochen haben, dass er diese Woche mein Spieler wird - das ist für mich eine Schande und ein Zeichen von fehlender Klasse", so der erboste Engländer. 

Liverpool FC v Manchester City - Premier League

Nathaniel Clyne wurde für seinen Wechsel scharf attackiert


Dabei zeigte er sich nicht nur enttäuscht darüber, dass ihn die Klub-Bosse der Reds nicht über die Kehrtwende unterrichtet hatten, sondern sah sich auch von dem Spieler selbst im Stich gelassen. Dabei betonte der Brite die besondere Verbindung zu dem 27-Jährigen, schließlich hatte der 14-fache Nationalspieler unter seiner Leitung in der gemeinsamen Zeit bei Crystal Palace sein Profidebüt gefeiert und wurde von Warnock zu einem gestandenen Spieler geformt. 


Der Wutausbruch des Routiniers hängt dabei mit Sicherheit auch mit der angespannten Lage seines Vereins zusammen, der derzeit in der Premier League auf dem 17. Tabellenplatz und damit mitten im Abstiegskampf rangiert. Eine Verpflichtung des gebürtigen Londoners hätte den Walisern daher mit Sicherheit gut getan, auch wenn der erfahrene Rechtsverteidiger zuletzt nur wenig Spielpraxis sammeln konnte. Beim Team von Trainer Jürgen Klopp hatte Clyne bis zu seiner Leihe in dieser Spielzeit lediglich vier Einsätze bestritten und konnte sich gegen die starke Konkurrenz auf seiner Position nicht durchsetzen.