​​Cengiz Ünder ist aktuell einer der begehrtesten Spieler in ganz Europa und wird gleich von mehreren internationalen Spitzenklubs umworben. Noch blieb die ​AS Rom jedoch bei jedem Angebot für den türkischen Tempodribbler hartnäckig. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können, schließlich wäre der Shootingstar vor anderthalb Jahren fast beim ​SC Freiburg gelandet.


Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, hatten die Breisgauer im Sommer 2017 bereits eine Vorahnung, dass aus dem türkischen Edeltechniker ein großer Spieler werden würde. In der Vorsaison hatte der Youngster den bis dato häufig unter dem Radar agierenden türkischen Klub Basaksehir mit zwölf Torbeiteilungen in der Meisterschaft zu einem überragenden zweiten Platz geschossen und dabei nicht nur die Scouts innerhalb seines Landes auf sich aufmerksam gemacht.

AS Roma v Atalanta BC - Serie A

Cengiz Ünder gilt als größtes Talent des türkischen Fußballs



Schnell war klar: dieser Junge ist für Größeres bestimmt. Dass dabei bei der Suche nach einem neuen Klub ausgerechnet auch der kleine Klub aus Baden eine ernsthafte Rolle spielte, lag vor allem auch daran, dass damals mit Caglar Söyüncü ein alter Weggefährte des heute 21-Jährigen für den Sportclub aktiv war. Die beiden Landsmänner spielten zuvor Seite an Seite beim Zweitligisten Altinordu und blieben auch in der Folge gut befreundet. 


Der Marktwert des Shootingstars wurde damals zwar von transfermarkt.de nur auf 3,75 Millionen Euro taxiert, dennoch kristallisierte sich schnell heraus, dass der Rohdiamant nur für deutlich mehr Geld über die Ladentheke gehen könnte. Für kurze Zeit sahen sich dabei selbst die Freiburger gut aufgestellt, schließlich konnte man durch den Verkauf von Angreifer Maximilian Philipp kurz zuvor 20 Millionen Euro einnehmen. 

1. FC Nuernberg v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Christian Streich hätte mit Sicherheit gerne mit Ünder zusammengearbeitet 



Ein Kauf des Flügelflitzers hätte das Gehaltsgefüge jedoch mit Sicherheit erheblich ins Schwanken gebracht und da sich mit der Roma ein deutlich renommierter Klub bereit erklärte, 13,5 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch zu legen, wechselte der Offensivspieler in die Serie A. Die Breisgauer hingegen, verpflichteten mit Florian Niederlechner einen Spieler, der zwar nicht die Klasse von Ünder hat, sich aber gut ins Kollektiv von Trainer Christian Streich einfügte.