Peter Bosz ist heute offiziell bei ​Bayer Leverkusen vorgestellt worden. Der Niederländer beerbt Heiko Herrlich auf der Bayer-Bank und hat angekündigt, alles dafür zu tun, um auch in der neuen Saison wieder europäisch mit der Werkself vertreten zu sein. Dabei will er Fehler wie in Dortmund vermeiden.


Es ist eher ungewöhnlich, dass ein Trainer entlassen wird, der aus den vergangenen acht Spielen nur eine Niederlage vorzuweisen hat. In Leverkusen aber schien das Vertrauen in Heiko Herrlich schon länger erschüttert, so dass allen Ultimaten zum Trotz der Trainer am 23. Dezember vor die Türe gesetzt wurde. Mit Peter Bosz konnte der Verein unmittelbar einen neuen Trainer präsentieren, der Kontakt hingegen soll schon länger dagewesen sein, wie der neue Coach erklärt.


„Der Vorteil ist, dass ich die Mannschaft seit mehr als eineinhalb Jahren verfolge. Am Ende muss es das Ziel sein, dass ein Verein wie Bayer in Europa spielt“, so Bosz bei seiner Vorstellung. Geschäftsführer Rudi Völler soll schon im Sommer 2017 am Niederländer interessiert gewesen sein, auch Gespräche sollen damals geführt worden sein.

Bosz selbst freut sich auf die neue Aufgabe am Rhein. „Ich bin froh, dass ich wieder arbeiten kann. Ich freue mich auf eine Mannschaft mit Spielern, die sehr interessant für mich sind.“ Wie auch bei seinem Engagement in Dortmund will der 55-Jährige offensiven Fußball spielen lassen. Dabei will er nun allerdings die Fehler vermeiden, die er in seiner Zeit in Dortmund gemacht hat. „Ich habe Fehler in Dortmund gemacht, aus denen ich jetzt lernen muss.“


In der Führungsetage hält man viel vom neuen Coach. „Wir wollen uns in der Rückserie weiterentwickeln. Peter ist ein sehr kommunikativer Trainer. Ich hoffe, dass sie sehr erfolgreich wird“, so der neue Sportdirektor Simon Rolfes. Auch Rudi Völler hofft, dass die Kritik alsbald ein Ende findet und sportlich positive Schlagzeilen geschrieben werden. „Wir sind in der Vorrunde zu stark stagniert. Peter steht für einen Fußball, der vielen von unseren Spielern zugutekommt.“

Das gilt es zu beweisen. Vielleicht schon am 18. Spieltag, wenn der Bundesliga-Dritte in der BayArena zu Gast ist. Dann kommt es zum Duell zwischen der Werkself und ​Borussia Mönchengladbach. In der Hinrunde behielten die Fohlen mit 2:0 die Oberhand. Es ist also an der Zeit für Bosz und sein neues Team, Revanche zu nehmen.