Als der ​1. FC Köln das spanische Abwehrtalent Jorge Mere vor anderthalb Jahren verpflichtete, war der 21-Jährige so etwas wie ein Versprechen auf eine große Zukunft. Inzwischen aber verdichten sich die Anzeichen, dass der Innenverteidiger die Domstädter ​sehr bald verlassen könnte.


Eigentlich war ein langfristiges Engagement von Jorge Mere in Köln erwartet worden. Nach seiner Verpflichtung im Sommer 2017 wurde zunächst sein Abgang beim Abstieg befürchtet. Nachdem er sich aber für den Effzeh ausgesprochen und im November sogar seinen Vertrag fernab von großen Medien bis 2023 verlängerte, dachten wohl viele Anhänger, einen vereinstreuen und ambitionierten Youngster in Köln zu wissen.


Inzwischen machen aber Ausstiegsklauseln und Angebote aus der spanischen Heimat die Runde. So soll Mere aktuell für 10 Millionen Euro zu haben sein, allerdings auch nur in diesem Monat. Daher beschäftigen sich laut der spanischen Zeitung AS der FC Sevilla, Atletico Madrid und der FC Valencia eingehend mit einer Verpflichtung des 21-Jährigen. Und Mere selbst soll ebenfalls nicht abgeneigt sein, denn, so hat das Blatt erfahren, soll Meres Berater Gelu Rodriguez schon fleißig verhandeln.


Demnach soll Valencia aktuell die größten Chancen auf eine Verpflichtung haben, während Atletico bei Mere selbst hoch im Kurs stehe. Bedarf bestünde bei keinem der Klubs, wie es weiter heißt, doch für den Schnäppchenpreis von 10 Millionen Euro wollen die Vereine gerne zuschlagen. Sollten die Geißböcke nämlich aufsteigen, würde die Klausel automatisch auf 30 Millionen steigen. Damit wäre das Talent dann direkt in einer anderen Preiskategorie.


Daher scheint ein Wechsel in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich, denn der 1. FC Köln hat nicht zuletzt wegen der verschiedenen Klauseln überhaupt keine Handlungsvollmacht, sollte einer der spanischen Vereine zugreifen. Für die Rheinländer hat er in dieser Saison 14 Pflichtspiele absolviert. Es könnten seine letzten am Rhein gewesen sein.