Sie waren die beiden Pechvögel des HSV im vergangenen Sommer: innerhalb kürzester Zeit erlitten sowohl Gideon Jung (24) als auch Kyriakos Papadopoulos (26) Knorpelschäden in ihren Knien. Während Jung schon am morgigen Samstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll, wird es beim Griechen noch eine Weile dauern.


Der Schock saß tief im Juli letzten Jahres. Innerhalb von drei Tagen wurden bei beiden Defensiv-Spezialisten traumatische Knorpelschäden im Knie diagnostiziert. Der HSV stand plötzlich ohne etatmäßige Innenverteidigung da. Anderweitige Planspiele, den sportlichen Wert des Griechen in bare Münze zu verwandeln und ihn eventuell noch vor Ablauf des Sommertransferfensters zu verkaufen, waren somit auch erstmal ad acta gelegt.


Während Jung, dessen Verbleib beim ​HSV nach dem Abstieg zu einer Priorität der HSV-Bosse erklärt worden war, nunmehr, nach annähernd sechs Monaten, wieder ins Mannschaftstraining einsteigen wird, und damit auch wieder eine Alternative für Trainer Hannes Wolf darstellt, verzögert sich der Heilungsprozess bei Papadopoulos noch ein wenig (Quelle: mopo.de). 

Hamburger SV v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Die beiden Pechvögel des HSV: Jung und Papadopoulos


Dies ist nicht zuletzt der unterschiedlichen Krankengeschichte beider Spieler geschuldet. Während Jungs aktuelle Verletzung die bislang langwierigste in seiner Karriere war, hat der Grieche schon so einiges an Blessuren (Kreuzband) hinter sich gebracht. Bei Schalke 04, Bayer 04 Leverkusen und Red Bull Leipzig können sie ein Lied davon singen. Und man vergesse nicht: ohne diese Anamnese wäre "Papa" wohl nie beim HSV gelandet. Denn natürlich hatte seine Verletzungsakte auch entscheidenden Einfluss auf die Ablöse, die der HSV 2017 an Bayer 04 zahlte (6,5 Millionen Euro). Ein bis dato von Verletzungen weitgehend verschont gebliebener Papadopoulos hätte ​wohl locker und leicht das Doppelte gekostet und wäre somit für die Hanseaten unerschwinglich gewesen. 


Jetzt ist das kalkulierte Risiko von damals Wirklichkeit geworden. Dennoch verfällt man beim HSV nicht in aktionistische Hektik. Nicht zuletzt der guten Leistungen der Stellvertreter um Rick van Drongelen, David Bates und Leo Lacroix geschuldet. Selbst Gotoku Sakai wusste bei dem einen oder anderen Spiel die Rolle des Innenverteidigers auszufüllen. Und so gibt man dem Griechen die nötige Zeit, sich vollständig zu erholen. 


Sport-Chef Ralf Becker gegenüber dem kicker: "Papa wird noch nicht mit der Mannschaft ins Trainingslager reisen. Bei ihm wird es noch ein bisschen dauern." Man hofft, dass der Spieler ab März wieder in den Wettkampf eintreten kann.