Kurz vor der Winterpause ließ Timo Werner von ​RB Leipzig mit Wechselabsichten aufhorchen. Der Stürmer wird angeblich vom ​FC Bayern umgarnt und Werner scheint einem Wechsel aus Leipzig nach München nicht abgeneigt. Daher bekam er jetzt ein Ultimatum von den Sachsen gestellt. Der VfB Stuttgart durfte sich dagegen über weitere Prämien durch den damaligen Transfer freuen.


Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von RB Leipzig, ist voll des Lobes, wenn es um Timo Werner geht. „Als wir Timo Werner vor zweieinhalb Jahren für zehn Millionen Euro holten, haben uns viele belächelt“, so der 43-jährige Funktionär im kicker. Heute aber kann er sagen, dass man beim Brauseklub alles richtig gemacht hat. Das belegt vor allem der Umstand, dass man noch einige Bonuszahlungen an den VfB Stuttgart überweisen muss.


Denn wie Mintzlaff weiter ausführt, habe Werner alle Voraussetzungen für eine höhere Ablöse erfüllt. „Wir haben damals mit dem VfB um zusätzliche Bonuszahlungen verhandelt: Wenn er in der ersten Saison mehr als 15 Tore macht, wenn wir uns zudem für die Champions League qualifizieren und wenn er Nationalspieler wird.“ Inzwischen ist der 22-Jährige seit 2017 Nationalspieler, RB qualifizierte sich bereits in der ersten Bundesligasaison nach der Vizemeisterschaft für die Königsklasse und Werner erzielte in seiner Debütsaison 21 Tore.

„Alle drei Dinge sind eingetroffen, und wir haben diese Prämien gerne überwiesen, weil sich Timo Werner prächtig bei uns entwickelt hat. Deshalb ist er ja auch so begehrt“, erklärt Mintzlaff weiter. Und inzwischen scheint sich auch der Rekordmeister für den Youngster zu interessieren. Kurz vor Beginn der Winterpause musste sich Werner daher vor Kameras und Mikrofonen erklären, einem Wechsel abgeneigt scheint er nicht.


Daher gab es nun auch ein Ultimatum für den Angreifer. „Wir müssen logischerweise spätestens nach dem Saisonende wissen, wie es weitergeht. Denn natürlich kann sich ein Verein wie wir nicht erlauben, mit Timo Werner in ein letztes Vertragsjahr zu gehen. Das haben wir auch so mit ihm und seinem Berater besprochen, da haben alle Beteiligten das gleiche Verständnis.“ Gleichzeitig bringt er aber auch Verständnis auf, dass der Spieler begehrt ist.


„Dass solch ein Spieler umworben wird von Vereinen, die eine ganz andere sportliche Perspektive und ganz andere finanzielle Möglichkeiten als wir haben, ist logisch.“ Doch die Hoffnung auf einen Verbleib hat er noch nicht aufgegeben. „Solange wir uns als Verein weiterentwickeln, und da wäre die Champions-League-Teilnahme natürlich sehr hilfreich, denke ich, dass Werner bei uns weiterhin gut aufgehoben ist.“