Große Mannschaften werden von großen Spielern und großen Trainern gemacht. Eine der größten Mannschaften im Weltfußball ist - immer noch - Manchester United. Und einer der größten Trainer dieses Klubs aus Nordengland war Sir Matt Busby (1909 - 1994). Jetzt hat eine andere United-Legende dessen jahrzehntealten Rekord eingestellt.


Als Jose Mourinho am 18. Dezember 2018 seiner Funktionen bei ​Manchester United enthoben, und Ole-Gunnar Solskjaer als Interimstrainer installiert wurde, war dies genau der Plan der Klubchefs: mit einer klubeigenen Legende den vorläufigen turn-around schaffen, die Saison seriös zu Ende spielen und sich dann in aller Ruhe nach einem geeigneten Kandidaten für die Nachfolge des Portugiesen umsehen. 


Keine vier Spiele später hat die vermeintliche Zwischenlösung Solskjaer die trostlosen Darbietungen der letzten Monate unter "The Special One" vergessen lassen. 5:1, 3:1, 4:1 und 2:0 - so liest sich die bisherige Bilanz des Norwegers. Und damit sind wir wieder bei Matt Busby. 


Dem gelang es als bislang einzigem, seine ersten vier Spiele als Trainer der "Red Devils" zu gewinnen. Bis jetzt. Klar, dass der Held von Barcelona 1999 (Solskjaer schoss das 2:1 gegen die Bayern im damaligen Champions-League-Finale) nun mehr will. Gegenüber The Telegraph gesteht er: "Es würde für mich schwierig sein, am Ende der Saison gehen zu müssen." Er sei begeistert von der Klasse der Spieler, von der Atmosphäre innerhalb des Teams, aber es gehe momentan nur darum, das nächste Spiel zu gewinnen. Und das nächste. Und das nächste. Er werde seinen Job machen, solange er bei Manchester sei. 

Dennoch räumt auch der frühere Edel-Joker ein: "Natürlich warten noch härtere Aufgaben auf uns. Bislang haben wir gegen Mannschaften aus der unteren Hälfte der Tabelle gespielt, aber auch diese Spieler müssen erstmal gewonnen werden. Man kann ja keine andere Mannschaft schlagen, als die, gegen die man gerade spielen muss." 


Wohl wahr. Und schon bald bietet sich dem Trainernovizen die Gelegenheit, einen ersten "großen" Rivalen zu schlagen: am nächsten Spieltag (13. Januar, 17.30 Uhr) reisen die Roten Teufel zum aktuellen Tabellenzweiten Tottenham Hotspur. Sollte Solskjaer auch dort drei Punkte entführen, könnte aus der ​Interims- schon bald eine Dauerlösung werden.