Tabellenplatz eins in der Zweiten Liga, eine überwiegend solide Performance über die gesamte Halbserie hinweg. Sportlich geht der HSV gerade einen klaren Weg in eine neue (bessere?) Zukunft. Jedoch gibt es immer noch ein paar "Altlasten". Doch deren Perspektiven könnten unterschiedlicher nicht sein.


Mit Bobby Wood (26) und Filip Kostic (26) spielen gerade zwei ​HSV-Spieler in genau der Liga, in die der HSV im Mai dieses Jahres gerne wieder zurückkehren möchte. Ob die Spieler auch irgendwann mal wieder nach Hamburg zurückkehren, steht - Stand heute - noch in den Sternen.


Bei Filip Kostic läuft es gerade nahezu perfekt. Die sportlichen Leistungen der Frankfurter Eintracht sind bemerkenswert, der Spieler scheint in einem für ihn perfekten Umfeld angekommen zu sein - entsprechend zahlt der Serbe mit ebenfalls guten bis sehr guten Leistungen beinahe konstant zurück. Seine Leihe, für die die ​SGE 1,2 Millionen Leihgebühr an die Hanseaten gezahlt hat, ist bis 2020 terminiert. Gekoppelt ist sie an eine Kaufoption in Höhe von 6,5 Millionen Euro (Quelle: Hamburger Abendblatt). 


6,5 Millionen Europa sind in der heutigen Zeit für einen noch recht jungen linken offensiven Außenspieler fast schon ein Witz. Sollte der Triumphzug der Hessen, sowohl national als auch international, anhalten, dürfte dieser Betrag kein großes Hindernis darstellen. Nur aus HSV-Sicht gäbe es einen kleinen Haken: der Großteil der genannten Ablöse würde Klaus-Michael Kühne zustehen, der seinerseits den Transfer von Kostic vom VfB Stuttgart zum HSV finanziert hat. Der Ausgang dieser Personalie ist offen.


Wie auch bei Bobby Wood, wenn auch aus anderen Gründen. Der erlebt gerade eine Art "HSV 2.0​(19)" beim "kleinen" HSV von der Leine. Irgendwie alles schon mal dagewesen, und zwar vor genau einem Jahr. Vorletzter und der Trainer schon mehr draußen als drinnen. Auch hier wurde eine Leihgebühr gezahlt (1,5 Millionen; Quelle: Hamburger Abendblatt), und Hannover 96 zahlt dem US-Nationalspieler in etwa das Gehalt, das er beim Zweitligisten aus Hamburg verdient hätte: 1,6 Millionen Euro. 


Auch hier gibt es eine Kaufoption (in Höhe von sieben Millionen). Und da steckt das Problem: sollten die Niedersachsen absteigen, würden sie wohl kaum diesen Betrag stemmen können. Auf der anderen Seite hat der HSV angekündigt, in Zukunft eine Art salary cap (Gehaltsobergrenze) einführen zu wollen. Die soll bei 2,0 Millionen Jahresgehalt liegen. Woods noch bis 2021 laufender Vertrag beim Hamburger SV sah jedoch 3,0 Millionen Gehalt vor. Da wird eine Seite nachgeben müssen. Es wird also spannend in den nächsten Monaten rund um die HSV-Leihgaben.