Der ehemalige Bayern-Profi Xabi Alonso muss sich ab dem 22. Januar in Madrid vor Gericht verantworten. Dem 37-Jährigen wird Steuerhinterziehung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung droht dem Welt- und Europameister eine langjährige Gefängnisstrafe. Der Spanier selbst ist von seiner Unschuld überzeugt


Seit 2015 laufen Ermittlungen gegen den 114-fachen Nationalspieler. Die spanische Staatsanwaltschaft wirft Alonso vor, Einkünfte aus dem Verkauf von Bildrechten mittels einer Briefkastenfirma auf Madeira am Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Konkret geht es um den Zeitraum zwischen 2010 und 2012, in dem der defensive Mittelfeldspieler bei ​Real Madrid unter Vertrag stand. Im Raum stehen Einnahmen in Höhe von rund fünf Millionen Euro. 

Alonso ist sich keiner Schuld bewusst und lehnte deshalb auch einen Deal mit den staatlichen Behörden ab. Von dieser Option machten zuletzt die ebenfalls wegen Steuerhinterziehung angeklagten Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo Gebrauch. Wie unter anderem die Bild-Zeitung berichtet, muss sich der 37-Jährige daher ab dem 22. Januar vor Gericht verantworten. Wird der Ex-Profi verurteilt, drohen ihm nicht nur eine hohe Geld-, sondern auch eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Hinzu kämen auch noch entsprechende Nachzahlungen.


Der Spanier lief während seiner langen und erfolgreichen Karriere unter anderem für den ​FC Liverpool, Real Madrid und den ​FC Bayern München auf. Nach seinem dreijährigen Gastspiel beim deutschen Rekordmeister beendete Alonso im Sommer 2017 seine Karriere. Seit Ende August ist der 37-Jährige bei den Königlichen als Jugendtrainer tätig.