​Noch im Sommer schien es, als wäre Robert Lewandowski drauf und dran, das Kapitel "​FC Bayern" abzuhaken. Im Interview mit der Sport Bild schlug der Pole nun jedoch völlig andere Töne an. 


Robert Lewandowski konnte und wollte es nicht leugnen: "Im Sommer waren andere Dinge ein Thema". Vor Beginn der laufenden Saison war der polnische Top-Torjäger des FC Bayern München mit ​Real Madrid in Verbindung gebracht worden und schien trotz erneuter deutscher Meisterschaft wechselwillig. 16 Bundesliga-Spiele, zehn Tore und fünf Vorlagen später sieht die Sache aber nun ganz anders aus. In einem Interview sprach der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft nun sogar über ein potenzielles Karriereende beim deutschen Rekordmeister. 

Hannover 96 v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Auch in der laufenden Saison ist Robert Lewandowski wieder bester Torjäger der Bayern


"Es ist gut möglich, dass ich noch sehr lange hierbleibe. Ich identifiziere mich voll mit dem ​FC Bayern“, so ein beseelter Lewandowski. "Ich spüre, dass ich - seit die ganzen Gerüchte und Probleme vom Tisch sind - mit ganzem Herzen beim FC Bayern bin. Zu 100 Prozent". Gute Nachrichten für den FCB, der sich nach schwieriger Hinrunde und trotz zuletzt guter Form noch immer im Umbruch befindet. Den zuverlässigsten Torschützen zu verlieren, wäre wohl ein Genickbruch für den Titelverteidiger gewesen. Mit der 30-jährigen Scoring-Maschine an Bord können die Münchner aber nun vorerst aufatmen. 


Lewy fordert "ein oder zwei Topspieler"


Für einen Verbleib muss der Klub aber in den Augen seines Stürmers personell an Qualität gewinnen. Neue Spieler müssten kommen, so der Pole, "die uns wirklich besser machen, die uns nach oben bringen". Dabei sei es weniger wichtig in die Breite als in die Spitze zu investieren: "Ich denke, es hilft uns mehr, wenn ein oder zwei Topspieler kommen, als fünf Leute auf gutem Niveau". Für den Leistungsträger liegen offenbar die Probleme der Hinrunde auch darin begründet, dass zuletzt selten ganz große Namen verpflichtet wurden. 


Einige der großen Namen vergangener Tage wollen beim FC Bayern im nächsten Jahr nämlich wohl abgelöst werden. Sowohl das kongeniale Duo "Robbery" als auch der Brasilianer Rafinha werden mit über 30 Jahren im Sommer das Ende ihrer Bayern-Zeit besiegeln. Umso wichtiger wird der Transfermarkt für die Bayern, die mehr denn je für den Generationswechsel in ihrem Starensemble sorgen müssen.