Erst hatte Trainer Andre Breitenreiter angekündigt, bei einer Niederlage gegen ​Fortuna Düsseldorf den kompletten Weihnachtsurlaub zu streichen, nun durften die Profis von ​Hannover 96 immerhin vier freie Tage genießen, trotz des 0:1. Der Brasilianer Walace war einer von zwei Akteuren, der sogar Sonderurlaub bis Januar bekam, ausgerechnet der Südamerikaner zieht nun aber den Zorn der Anhänger auf sich.


Elf Punkte und Platz 17 in der Tabelle nach der Hinserie – Das haben sich die Verantwortlichen von Hannover 96 sicher anders vorgestellt. Weil die Mannschaft einfach nicht in Tritt kam und am Ende auch das entscheidende Spiel gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:1 verlor, schien die Umsetzung der angekündigten Drohung von Andre Breitenreiter, den kompletten Weihnachtsurlaub zu streichen, nur eine Formalität.


Nach einigem Hin und Her entschied sich der Coach dann aber doch, wenigstens ein paar Tage Freizeit zu gönnen und gab seinen Spielern bis zum heutigen Freitag frei. Zwei Spieler hingegen bekamen Sonderurlaub, der Brasilianer Walace ist einer von beiden. Eine „außergewöhnliche Situation“ in der Familie zwang den Mittelfeldspieler dazu, nach Südamerika zu reisen. Somit bekam er die Erlaubnis, erst am 3. Januar wieder mit der Mannschaft auf dem Platz stehen zu müssen.


In Brasilien aber postete er ein Bild, wie er am Strand liegt, und nicht bei seiner Mutter auf dem Krankenbett sitzt. Für viele Anhänger unverständlich, sodass sich sogar der Klub genötigt sah, den vielen Anschuldigungen entgegenzutreten. Dort heißt es: „Wir können gut nachvollziehen, dass dieses Bild einen falschen Eindruck erwecken kann, aber Fakt ist: Walace ist nach Brasilien gereist, um seine Mutter zu sehen, der es gesundheitlich nicht gut geht. Garantiert ist er dort für sie da, dafür muss er nicht 24/7 bei ihr sein.“

Die Außendarstellung jedenfalls wirft kein gutes Licht auf den Spieler, der sich damit ziemlich ungeschickt verhält. Niemand zweifelt daran, dass er seiner Familie in einer schweren Zeit beisteht, lächelnd Bilder vom Strand in Brasilien zu posten, während die Kollegen schuften, um den Abstieg zu verhindern, sind jedoch eher fehl am Platz.

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