Kommt er? Kommt er nicht? Die Causa Lucas Hernandez war (und ist) ein langes Hin und Her. Inzwischen ist klar: Im Winter kommt er nicht zum FC Bayern, aus der Welt ist der Transfer aber nicht. Doch möchte der junge Weltmeister überhaupt nach München? Gegenüber der französischen Zeitung Le Figaro gab der Verteidiger nun Auskunft. 


Der ​FC Bayern möchte sich weiter verjüngen, das ist schon seit einer Weile klar. Auch wie das passieren soll, haben die Münchener in den letzten Wochen mehr und mehr durchblicken lassen. Teil des Wandels, so wurde zuletzt klar, soll neben Coman und Tolisso ein weiterer Franzose werden: Lucas Hernandez. Der Rekordmeister möchte den 22-jährigen Innenverteidiger von Atlético Madrid unbedingt verpflichten und ist sogar bereit, die Ausstiegsklausel von 80 bis 85 Millionen Euro zu zahlen. Hernandez' aktueller Arbeitgeber schob jedoch zuletzt den Riegel vor - in der Winterpause werde es keinen Transfer geben, so die Verantwortlichen des spanischen Hauptstadt-Klubs laut SPOX. 

France v Croatia - 2018 FIFA World Cup Russia Final

Bei der WM in Russland wurden viele große Vereine auf Lucas Hernandez (r.) aufmerksam


Vom Tisch ist ein Wechsel nach München aber noch längst nicht. So heißt es im Statement der Madrilenen weiter: "Wir haben eine gute Beziehung zum FC Bayern und werden uns im Januar mit ihnen treffen, um die Situation zu bewerten". Ein Transfer im Sommer wäre folglich durchaus denkbar, gerade weil bei Nutzung der Ausstiegsklausel der Spieler selbst über sein Schicksal entscheiden dürfte. Von Hernandez allerdings gab es bislang noch gar keine Aussage über seinen Willen, überhaupt in Deutschland zu spielen. Gegen über einer französischen Zeitung brach der Weltmeister nun aber sein schweigen. 


In Spanien, wo der französische Staatsmann den Großteil seines bisherigen Lebens verbrachte, fühle er sich sehr wohl - Alle würden dort "großes Vertrauen" in ihn setzen. Doch wisse der junge Profi auch um das Interesse der großen Vereine und werde seine Entscheidung beizeiten mit Bedacht treffen: "Ich werde wie immer die Pros und Contras abwägen, um die bestmögliche Entscheidung für mich, meine Familie und den Rest meiner Karriere zu treffen". Mit dieser äußerst diplomatischen Aussage lässt sich der Verteidiger, der aus der eigenen Jugend Atléticos den Sprung in die erste Mannschaft schaffte, alle Türen offen - selbst ein Verbleib in Spanien ist nicht ausgeschlossen. 

Club Atletico de Madrid  v Sant Andreu - Copa del Rey - Fourth Round

In La Liga fiel Hernandez zuletzt mit Knieproblemen aus


Ohnehin scheint das Interesse des Franzosen an der ​Bundesliga eher marginal: "Ich schaue die spanische Liga und die Premier League. Diese beiden Ligen bevorzuge ich, denn sie sind am spektakulärsten". Ob die Bayern für Hernandez also tatsächlich so interessant sind, wie der Abwehrspezialist für den deutschen Rekordmeister? Die Entscheidung ist vorerst ohnehin vertagt, spätestens im Sommer müssen seitens der Münchener aber offenbar schlagkräftige Argumente für den deutschen Fußball vorgebracht werden.