Das ​mediale Hick-Hack um den Transfer von Abwehrspieler Lucas Hernandez von Atletico Madrid zum ​FC Bayern München wurde auf Eis gelegt. Wie Miguel Angel Gil Marin, Geschäftsführer der Colchoneros, gegenüber Spox bestätigte, werde der französische Weltmeister nicht im Januar nach München wechseln. Endgültig scheint der Transfer allerdings nicht vom Tisch, weshalb zum Saisonende noch einmal neue Bewegung hereinkommen könnte.


Es war eine Meldung, die für Überraschung sorgte: Die spanische Marca berichtete vor wenigen Tagen, dass Innenverteidiger Lucas Hernandez im Winter dank der Ausstiegsklausel über 80 Millionen Euro zum deutschen Rekordmeister wechseln würde - und sorgte damit für eine Lawine an neuen Berichterstattungen.


Während die Münchner Seite um Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic zurückhaltend agierte, erklärte Atlético Madrid in einer Pressemitteilung und in Person von Trainer Diego Simeone, dass der Spieler den Verein im Januar nicht verlassen werde. Stattdessen bemühe man sich um eine Vertragsverlängerung, doch diese kommt möglicherweise nicht zustande.


Gil Marin: Wenn Hernandez wechselt, dann im Sommer


Was ebenfalls nicht zustande kommen wird, ist ein Wechsel des Weltmeisters während der Saison: "Der Spieler kann Atletico Madrid in dieser Wintertransferperiode nicht verlassen", stellte Atleti-Geschäftsführer Gil Marin nun klar. Zugleich ließ er jedoch eine Hintertür offen, die die Zukunft des 22-Jährigen weiter ungewiss lässt: "Wir haben eine gute Beziehung zum FC Bayern und werden uns im Januar mit ihnen treffen, um die Situation zu bewerten. Wenn der Spieler wechseln möchte, werden wir darüber sprechen - aber nur über einen Wechsel im Juli."

FBL-ESP-LIGA-ATLETICO-ESPANYOL

   Mindestens bis zum Saisonende wird Trainer Diego Simeone auf Lucas Hernandez zurückgreifen können


Ähnliches ließ bereits Rummenigge durchblicken, der das angesprochene Verhältnis zwischen den beiden Klubs durch einen unerwarteten Transfer nicht gefährden wolle. Die in Spanien verpflichtende Ausstiegsklausel sei allerdings ein Vorteil, den man weiterhin im Auge behalten müsse - wie im Sommer 2012, als Javi Martinez für die damalige Rekord-Ablösesumme von 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao an die Isar wechselte.


Wie neu ist der Wechselwunsch des Weltmeisters?


Die zu zahlende Ablösesumme für Lucas Hernandez liegt bei 80 Millionen Euro, doch aufgrund der vielfach angekündigten Transfer-Offensive scheint man nun bereit, solch eine große Summe in potenzielle Neuzugänge zu investieren - und wie die Marca nun berichtet, sei Hernandez selbst einem Wechsel gegenüber nicht abgeneigt. 


Denn der Franzose plane seinen Abgang bereits seit geraumer Zeit. Das Interesse von Real Madrid, Manchester United und Manchester City blockte Atletico in der Vergangenheit allerdings immer wieder ab - nun, nachdem sich der FC Bayern als Favorit herauskristallisierte, scheinen die Vorzeichen jedoch auf Abschied zu stehen.

Club Atletico de Madrid  v Sant Andreu - Copa del Rey - Fourth Round

   Wird Atletico Madrid im Sommer voraussichtlich verlassen: Lucas Hernandez


Gelockt wird Hernandez offenbar mit einem Jahresgehalt in Höhe von acht Millionen Euro. Eine Summe, die die Offerten der Colchoneros übersteigen soll. Diese wollen den Vertrag mit dem Abwehrspieler erneut verlängern, doch der entscheidende Knackpunkt ist das Jahressalär.


In München soll er gemeinsam mit Niklas Süle die neue Achse in der Innenverteidigung bilden. Der Ausblick auf eine vielversprechende Zukunft in München, wo er zum Führungsspieler aufsteigen soll, scheint durchaus verlockend zu sein. Bis zum Saisonende wird er allerdings in der spanischen Hauptstadt bleiben müssen, denn klar ist: Einen Transfer wird es im Winter definitiv nicht geben.