​​Hertha BSC überwintert auf dem achten Tabellenplatz und hat dabei nur drei Punkte Rückstand auf einen Europa-Rang. Einer der auffälligsten Spieler der Berliner war dabei ​Valentino Lazaro. Durch seine starken Leistungen spielte sich der Verteidiger auch auf den Wunschzettel von internationalen Spitzenklubs. Spätestens im kommenden Sommer, muss sich der Spieler daher wohl Gedanken um seine Zukunft machen.


Durch den Abgang von Mitchell Weiser war Trainer ​Pal Dardai zu Saisonbeginn gezwungen, einen neuen Rechtsverteidiger zu finden. Dabei fand der ungarische eine auf den ersten Blick recht mutige Lösung und zog den gelernten Mittelfeldspieler Lazaro in die Defensivreihe zurück. Das Experiment war dabei ein voller Erfolg und der Österreicher machte auf der rechten Außenbahn in der ersten Saisonhälfte ordentlich Alarm. Da er dabei mit der Zeit neben seinen offensiven Stärken auch defensiv immer mehr überzeugen konnte, wurde auch die Konkurrenz hellhörig.

Hertha BSC v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Valentino Lazaro war die Entdeckung der Berliner Hinrunde


So zeigten dem Vernehmen nach mit West Ham United und dem AC Mailand auch bereits mindestens zwei renommierte Adressen aus dem Ausland Interesse an dem 22-Jährigen. Wie die Verantwortlichen des Hauptstadtklubs aber unlängst gegenüber der Berliner Morgenpost zu Protokoll gaben, werden die Berliner ihren Shootingstar in diesem Winter definitiv nicht abgeben. Der Rechtsfuß spielte schließlich in der Hinrunde jedes einzelne Spiel durch und konnte als Abwehrspieler stolze sechs Torbeteiligungen vorweisen.


Vertraglich ist der 19-fache österreichische Nationalspieler noch bis zum Sommer 2021 an die Herthaner gebunden, im kommenden Sommer könnte er jedoch vor einer wichtigen Entscheidung in seiner Karriere stehen. Um weiteren Abwerbungsversuchen einen Riegel vorzuschieben, werden die Berliner nämlich mit Sicherheit alle Hebel in Bewegung setzen, um den Vertrag mit dem Flügelspieler vorzeitig zu verlängern.

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Trainer Pal Dardai würde seinen Schützling gerne halten


Zuletzt zeigte sich der Defensivspieler aber ziemlich kritisch gegenüber seinen Teamkollegen. "Wenn man sich die letzten Spiele von uns anschaut, sieht man, dass wir zu oft frühe Gegentore bekommen haben, weil wir noch nicht richtig auf dem Platz waren. Dann besteht das restliche Spiel immer nur noch daraus, den Treffern hinterherzulaufen. Das ist sehr schwer, speziell auswärts", so Lazaro.


Misslingt den Berlinern die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb, könnten sie ihren Shootingstar wohl nur schwer halten. Als mögliche Ablösesumme stehen dann angeblich stolze 30 Millionen Euro im Raum. Die größten Transfereinnahmen spülte bislang John-Anthony Brooks ein, der im Sommer 2017 für 17 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg wechselte. Bei einem entsprechend hohen Angebot werden die Berliner also mit Sicherheit zumindest zuhören.