​Am Mittwochabend machten Medienberichte die Runde, wonach sich der ​FC Bayern München die Dienste von Lucas Hernandez gesichert hat. Demnach hat der deutsche Rekordmeister beim Verteidiger ​die Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Millionen Euro aktiviert. Atletico Madrid hat die Meldung der spanischen Sportzeitung Marca mittlerweile dementiert. 


Beim FC Bayern will man im neuen Jahr den Umbruch weiter vorantreiben. Präsident Uli Hoeneß kündigte vor geraumer Zeit eine Transferoffensive für den kommenden Sommer an. Die Bayern-Fans dürfen sich möglicherweise bereits im Januar über den einen oder anderen Neuzugang freuen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic ließ Anfang Dezember verlauten, dass er an "einigen Sachen" dran sei. 


​Hernandez spielt in den Planungen des deutschen Rekordmeisters offenbar eine große Rolle. Salihamidzic erklärte, dass er den französischen Nationalspieler seit der Weltmeisterschaft in Russland auf dem Zettel stehen habe. Von einer Einigung mit dem Verteidiger will man bei Atletico Madrid allerdings nichts wissen. 

"Im Moment ist Lucas Hernandez ein Spieler von Atletico Madrid und möchte hierbleiben. Ich weiß nichts über ein Angebot aus Deutschland oder dass sie die Ausstiegsklausel über 80 Millionen Euro zahlen", sagte Präsident Enrique Cerezo laut transfermarkt.de gegenüber dem Portal Sportyou.es. Sportdirektor Andrea Berta bestätigte am späten Abend gegenüber Sport1 ebenfalls, dass der 22-Jährige bei den Rojiblancos bleiben will.


Laut kicker-Informationen liebäugelt Hernandez, der im Sommer seinen Vertrag vorzeitig bis 2024 verlängert hat, allerdings mit einem Wechsel. "Ich kann weder etwas dementieren noch bestätigen. Bestätigen kann man erst etwas, wenn es fix ist. Und das ist es noch nicht", wird der FCB-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge vom Fachmagazin zitiert. Die Ausstiegsklausel im Vertrag des Weltmeisters sei "sicherlich ein Vorteil", so der 63-Jährige. 

Rummenigge betonte zudem, dass er die Verantwortlichen von Atletico Madrid, zu denen er laut eigener Aussage ein gutes Verhältnis hat, umgehend informieren wird, sollte konkretes Interesse an Hernandez bestehen. "Das ist eine Frage der Freundschaft und des Stils", gab der FCB-Boss zu Protokoll.


Die Abwehrhaltung in Madrid lässt also darauf schließen, dass der FC Bayern die Klausel noch nicht aktiviert hat. Allerdings ist das angebliche Werben um Hernandez wohl mehr als ein Gerücht - hier spricht die Reaktion der Bayern-Verantwortlichen Bände.