Weil am kommenden Freitag die letzte deutsche Zeche stillgelegt wird, läuft der ​FC Schalke 04 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen mit Sondertrikots auf. Demnach wird nicht Hauptsponsor Gazprom, sondern diverse Zechen-Namen aus Gelsenkirchen und dem Kohlenpott die Brust des königsblauen Trikots zieren.

Auch wenn das Kapitel des Steinkohlebergbaus mit der Stilllegung der „Prosper-Haniel“-Zeche in Bottrop geschlossen wird, so ist sich Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sicher, dass man "diese Mentalität behalten" werde.

Damit der Bergbau auch vorerst nicht in Vergessenheit gerät, läuft der Revierklub beim kommenden Heimspiel gegen Bayer Leverkusen mit elf verschiedenen Bergmann-Trikots auf. Nachdem sich Hauptsponsor Gazprom dazu bereiterklärt hat, seinen Platz auf der Trikot-Brust für eine Partie abzugeben, erteilte auch die DFL eine Sondergenehmigung.

Demnach werden auf den einzelnen Trikots die Namen der Zechen aus dem Raum Gelsenkirchen sowie dem gesamten Kohlenpott stehen. Doch warum das Ganze?

„Das muss weiterleben“


„Der Geruch der Kohle packt einen, ich habe gespürt, warum und wie stolz die Kumpel auf die Arbeit sind – und die Ingenieurtechnik hat es mir angetan. Dass wir so was hinkriegen und dass wir davon so lange gelebt haben, sollte man auch nicht einfach verschwinden lassen. Das muss weiterleben“, betonte Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies gegenüber der Bild

Bei S04 stehe nach wie vor die Kameradschaft im Vordergrund „Der eine passt auf den anderen auf. Das ist über viele Generationen hinweg gelebt worden“, so der 62-Jährige weiter. „Man geht unten rein und sorgt dafür, dass alle gesund wieder rauskommen. Das ist die Mentalität, die die Menschen hier im Ruhrgebiet einfach in sich haben.“

Die Schalker haben diese Mentalität laut Tönnies ohnehin in ihrem Blut – und wollen sie am kommenden Mittwochabend (18:30 Uhr) gegen Leverkusen auch wieder auf den Platz bringen!