​Nach der Niederlage in ​Frankfurt hat sich die Lage von ​Leverkusens Trainer Heiko Herrlich weiter verschärft. Da der Vertrag des Übungsleiters ohnehin im kommenden Sommer ausläuft, beschäftigt sich Bayer offenbar bereits mit dessen Nachfolge.


Wie der kicker berichtet, hat Bayer Leverkusen zu Ex-BVB-Trainer Peter Bosz und Marco Rose von RB Salzburg mittlerweile Kontakt aufgenommen. Mit Bosz hatten die Leverkusener bereits gesprochen, bevor er im Sommer 2017 die Stelle bei ​Borussia Dortmund antrat. Der Niederländer ist momentan vereinslos. Der Name Marco Rose wird derzeit bei jeder vakanten Trainerstelle in der Bundesliga in die Runde geworfen. Er ist in Salzburg aber noch bis 2020 unter Vertrag und soll vor allem auf dem Wunschzettel der ​TSG Hoffenheim stehen.


Heiko Herrlich ist seit Beginn der vergangenen Saison Cheftrainer in Leverkusen und verpasste in seiner ersten Saison die Teilnahme an der Champions League nur knapp. In der laufenden Saison allerdings sind die Saisonziele, also in erster Linie das internationale Geschäft, weit entfernt. Nach 15 Spieltagen hat die Werkself lediglich 18 Zähler auf dem Konto und steht im Mittelfeld der Bundesliga.

Borussia Dortmund v SV Werder Bremen - Bundesliga

Peter Bosz war von Juli bis Dezember 2017 Trainer von Borussia Dortmund


Herrlich wird vor allem immer wieder vorgeworfen, zu wenig aus dem Potenzial seiner Mannschaft herauszuholen. Sky-Experte Dietmar Hamann erklärte gestern bei Sky90, die vermeintliche B-Elf, die am Donnerstag in der Europa League aufgelaufen war, hätten viele Bundesligisten gern. Zudem verwies er auf die starke Bank der Leverkusener bei der Niederlage in Frankfurt, auf der unter anderem Spieler wie Lucas Alario oder Leon Bailey saßen.


"Wir sprechen von einer Schalker Krise - die Leverkusener haben drei Punkte mehr", sagte Hamann weiter. Ein "Mentalitätsproblem" der jungen Mannschaft wolle der 45-Jährige nicht gelten lassen. "Sie haben zu viele Spieler, die sich unter ihren Möglichkeiten verkaufen." Für den Ex-Nationalspieler gehört Bayer vom Kader her unter die Top vier der Bundesliga. "Sie zeigen immer in Ansätzen, was sie zu Leisten im Stande sind", führte Hamann weiter aus. "Für den Trainer wird die Luft jetzt natürlich immer dünner."