​Nach 14 Spielen liegt der ​VfB Stuttgart in der Bundesliga auf dem Relegationsplatz. Vor dem Heimspiel am Samstag gegen ​Hertha BSC gab Trainer Markus Weinzierl heute auf der Pressekonferenz Einblicke in die personelle Situation und gab dabei preis, dass die Schwaben bereits seit Wochen ins Risiko gehen müssen.


Am 14. Spieltag setzte es für die Stuttgarter bei der Partie gegen Borussia Mönchengladbach nicht nur die bereits achte Saisonniederlage. Noch schlimmer als die ​0:3-Pleite wiegt, dass sich dabei gleich mehrere Spieler verletzt haben. 


Wie der Cheftrainer nun bekanntgab stehen dem VfB mit Dennis Aogo, Pablo Maffeo, Holger Badstuber und Berkay Özcan gleich mehrere Spieler am Wochenende definitiv nicht zur Verfügung.

Auch hinter einem Einsatz von Andreas Beck, Daniel Didavi und Borna Sosa steht ein dickes Fragezeichen. Dennoch betonte der 43-Jährige, dass man sich von der Verletztenmisere nicht unterkriegen lassen darf. Daher versuche er, die Lage sachlich zu analysieren und so anzunehmen wie sie gerade ist. "Ich werde nicht herumjammern und mit den Spielern arbeiten, die uns zur Verfügung stehen", so Weinzierl. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, dass man mit Hilfe der Fans und mit "etwas Spielglück" eine gute Leistung abrufen werde.


Der ehemalige Schalke-Coach räumte jedoch auch ein, dass die aktuelle Situation auch unbequeme Maßnahmen verlangt. So sind derzeit mehrere Spieler angeschlagen und müssen unter Umständen dennoch auf die Zähne beißen. So könnten auch Spieler wie Daniel Didavi und Borna Sosa trotz Trainingsrückstand Kandidaten fürs Hertha-Spiel werden. Der Spielmacher konnte unter dem neuen Trainer aufgrund von Achillessehnenproblemen noch kein einziges Spiel bestreiten und auch der kroatische Außenverteidiger wurde von einer Schambeinprellung zu einer zweimonatigen Pause gezwungen.

Hannover 96 v VfB Stuttgart - Bundesliga

Ein Einsatz von Daniel Didavi wäre nicht ohne Risiko


"Es ist schlimm genug, das sagen zu müssen. Eigentlich braucht ein Spieler, der länger verletzt war, ein Aufbautraining. Wir müssen aktuell ständig ins Risiko gehen", so Weinzierl. Anstatt im Abstiegskampf auf ein eingespieltes Team zurückgreifen zu können, muss auch gegen den Hauptstadtklub wieder eifrig improvisiert werden.