In der bisherigen Hinrunde gehörte Kai Havertz zweifelsfrei zu einem der besten Akteure von ​Bayer Leverkusen. Der 19-Jährige wird seit einiger Zeit von vielen europäischen Top-Klubs beobachtet, was den Verantwortlichen bereits im Sommer zum Verhängnis werden könnte. Denn wie die Sport Bild berichtet, droht die Werkself ihr Juwel zu verlieren.


Die Begründung dafür liegt in den bislang enttäuschenden Resultaten in der ​Bundesliga. Dort rangiert Bayer nach 14 Spieltagen mit 18 Punkten auf dem elften Tabellenplatz und hat aufgrund des schwachen Saisonstarts bereits fünf Niederlagen auf dem Konto. Zwar ist vor dem Europa-League-Spiel gegen AEK Larnaka ist das Weiterkommen bereits gesichert, doch eigentlich wollte der Verein am Ende dieser Saison die Rückkehr in die Champions League feiern.


Bei sieben Zählern Rückstand auf RB Leipzig, das derzeit auf Rang vier liegt, scheint dieses Ziel allerdings kaum realisierbar zu sein. Sollte man gar die Europa League verpassen, so heißt es, werde Havertz Leverkusen im Sommer wahrscheinlich verlassen. "Es ist für uns alle wichtig, international zu spielen", gab auch der neue Sportdirektor Simon Rolfes zu.

Bayer 04 Leverkusen v VfB Stuttgart - Bundesliga

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An Interessenten dürfte es nicht mangeln: Demnach hätten Manchester City, Manchester United, der FC Liverpool, Paris St. Germain, Real Madrid und der FC Barcelona ihre Fühler nach dem Offensivtalent ausgestreckt. Am ehesten soll sich Barcelona bemühen, das offenbar in mittlerweile jeder Partie einen Scout auf die Reise schickt, um den gebürtigen Aachener zu beobachten.


Konkrete Verhandlungen soll es bislang jedoch nicht gegeben haben. Viel mehr wolle Havertz zunächst die Entwicklung der Mannschaft in der Rückrunde abwarten, um dann eine Entscheidung über seine Zukunft zu fällen. Trotz des drohenden sportlichen Verlusts können die Verantwortlichen jedoch entspannt in mögliche Gespräche gehen, denn der Vertrag des 19-Jährigen läuft noch bis 2022, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht.


Aufgrund der Preisentwicklungen in den vergangenen Jahren wird daher über eine Ablösesumme im Raum von 80 Millionen Euro spekuliert. Bei solch einer Ablösesumme könnte Bayer nicht abgeneigt sein, den begehrten Spielmacher trotz langfristigen Vertrags ziehen zu lassen.