Gegen den ​VfB Stuttgart benötigte ​Borussia Mönchengladbach viel Geduld, ehe man endlich zuschlagen und in Führung gehen konnte. Erst mit der Einwechslung von Florian Neuhaus und Raffael nach einer Stunde fanden die Fohlen den Dosenöffner. Für Trainer Dieter Hecking ein wichtiges Zeichen für die Mannschaft.


Dieter Hecking sprach im Vorfeld von einem Geduldsspiel und er sollte Recht behalten. Eine Stunde hielten die Schwaben vom VfB mehr als ordentlich mit und hätten in der ersten Hälfte nach einer Großchance von Mario Gomez sogar in Führung gehen können. Als das Spiel zu versanden drohte, wechselte Hecking schließlich den Sieg ein. Er brachte Florian Neuhaus und Raffael für Alassane Plea und Denis Zakaria. Plötzlich war wieder mehr Tempo und Kombinationssicherheit im Spiel der Fohlen und zehn Minuten später gab es den ersten Einschlag in Form eines seltenen Kopfballtores des Brasilianers. Vorlagengeber war Neuhaus, der bereits seinen achten Assist verbuchen konnte.


Nur wenige Minuten später legte Neuhaus sogar noch mal nach und erzielte seinen ersten Bundesligatreffer. Für den Coach eine wichtige Erkenntnis, dass nicht nur die Spieler aus der ersten Elf treffen. „Es ist unser Trumpf, dass wir Spieler von der Bank bringen können, die ein Spiel entscheiden können. Ich wollte mit Neuhaus und Raffael nochmal andere Spielertypen bringen, und das hat sehr gut funktioniert“, so Hecking in der Rheinischen Post.

Borussia Moenchengladbach v VfB Stuttgart - Bundesliga

Konnte der Coach lange aus dem Vollen schöpfen und musste Wochenende für Wochenende neue Härtefälle entscheiden, wer spielt und wer nicht, sind die Treffer auch ein wichtiges Zeichen an den gesamten Kader, findet Hecking. Ihn freue es, „dass es diesmal Spieler von der Bank waren, die das Spiel für uns entschieden haben“ und dass „jeder Spieler sich als Bestandteil der ersten 18 fühlen“ soll.


Ähnlich sieht es auch Florian Neuhaus, der mittlerweile mit den beiden Frankfurtern Sebastian Haller und Luka Jovic sowie dem Dortmunder Marco Reus die Liste der besten Vorbereiter der Liga mit acht Assists anführt. „Wir haben die nötige Geduld aufgebracht und dann auch Qualität bewiesen. Stuttgart hat es gut gemacht, aber wir sind ruhig geblieben, haben an uns geglaubt und am Ende unsere Chancen eiskalt genutzt.“


Und auch Raffael, der erst spät wirklich in diese Saison hineingefunden hat, pflichtet seinem Trainer bei. „Wir haben einen super Kader, jeder, der von der Bank kommt, kann ein Spiel entscheiden.“ Die Tiefe im Kader der Fohlen ist in diesem Jahr ein Trumpf, wie man gegen Stuttgart eindrucksvoll sehen konnte. Ein Umstand, der nicht nur Dieter Hecking erfreuen dürfte.